Erler Bauernmarkt 2018 wurde von Besuchern regelrecht überrannt
ERLE. Sonntagmorgen in der Erler Dorfmitte ging rein gar nichts mehr. PKWs stauten sich auf der Schermbecker Straße Richtung Bauernmarkt. Die Autoschlange reichte bis nach Raesfeld und Richtung Dorsten.
Rund um den 27. Bauernmarkt an der Marienthaler Straße waren die Parkplätze in der Mittagszeit bereits ausgebucht. Nicht nur die Autofahrer standen Schlange. In den Cafés und an den Futterständen war ebenfalls Warten angesagt.

Blumen Stauden und regionale Produkte
Wer Glück hatte, konnte sich ein Plätzchen an den Tischen auf der Wiese ergattern, um sich vom Trubel und den vielfältigen Angeboten an den Verkaufsständen ein wenig ausruhen. Die Taschen und Tüten vollbepackt mit regionalem Obst und Gemüse, Blumen, Stauden, Handwerkskunst, bunten Trockensträußen und Dekoartikel für Heim und Garten, wechselten binnen kurzer Zeit die Besitzer.

Aber bitte mit Sahne …
Seniorchef Johannes Stegerhoff hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Er freute sich, denn: „In den 27 Jahren Bauernmarkt hat es nur dreimal geregnet“, so Stegerhoff. Obwohl wettertechnisch die Temperaturen den Wintern nicht einmal ansatzweise erahnen ließen, war bereits jetzt der süße Weihnachtslikör mit Sahnehäubchen der Star an seinem Stand, neben Marmelade und Eierlikör.

Der ASB Münsterland, Kreis Borken, war neben der Hundestaffel und einem Infostand, erstmalig mit einer Gulaschkanone vertreten. 220 Liter Suppe hatten die Gruppe dabei und auch hier hieß es: Immer schön der Reihe nach und anstehen. „Der Erlös fließt in unsere Verpflegungsgruppe, die momentan im Aufbau ist“, erklärt Ortsgruppenbeauftragter André Dalhaus.

Frischgepressten Apfelsaft aus Eigenanbau gab es am Stand Niehues aus Erle. „Die Obstbäume waren in diesem Jahr gut voll. Ebenso gibt es viele Walnüsse“, erklärte Frederik Niehues an der Apfelpresse.

Mit einer Pferdestärke konnte, wer Lust hatte, eine Rundtour in der Kutsche durch die Felder machen. In den leer geräumten Scheunen traten sich die Besucher aus nah und fern regelrecht auf die Füße.

Ob im Bauernhof-Café oder am Stand mit Zwiebelkuchen und Federweißer, die Menschenschlangen rissen nicht ab. Erst gegen 17 Uhr, als die Tische mit den bunten Herbstblumensträußen leergefegt und die Körbe der unterschiedlichen Zierkürbisse weniger wurden, kehrte ein wenig Ruhe ein.
Es war die Stunde der Erler, die jetzt in gemütlicher Runde den Tag am Bierstand genossen und vielleicht noch einen kleinen Rundgang entlang der Stände machten.
Petra Bosse




























