Landrat Gerd Wiesmann: „Zahl der Langzeitarbeitslosen auf niedrigstem Stand seit Februar“
Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt bei 3 Prozent

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Kreis Borken  (pd). Nach leichtem Anstieg der langzeitarbeitslosen Personen im August meldet der „Service-Punkt ARBEIT“ im September wieder 128 langzeitarbeitslose Personen weniger im Kreis Borken. Aktuell sind dort insgesamt 5.842 erwerbsfähige Hilfebedürftige als arbeitslos registriert. Dies ist der niedrigste Stand seit Februar 2009. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen ist damit im Kreisgebiet um 0,1 Prozentpunkte auf 3 Prozent gesunken. Die Gesamtzahl der Empfänger von Grundsicherung für Arbeitsuchende hat sich im September hingegen um 184 Personen auf 19.652 erhöht. Die nicht immer gleichgerichtete Entwicklung der Zahl der Leistungsempfänger und der Arbeitslosen ergibt sich daraus, dass nicht alle erwerbsfähigen Hilfeempfänger als arbeitslos im Sinne der Arbeitslosenstatistik gelten.
Landrat Gerd Wiesmann gibt sich zum Ende seiner Amtszeit zufrieden: „Es ist erfreulich, dass die Arbeitslosenzahlen nach dem Anstieg im August wieder zurückgegangen sind. Die weiterhin steigende absolute Zahl der Mitbürger, die Grundsicherung erhalten, deutet allerdings darauf hin, dass das volle Ausmaß der Wirtschaftskrise noch nicht abzusehen ist. Gerade in den kommenden Wintermonaten müssen wir – auch saisonal bedingt – mit weiter steigenden Zahlen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende rechnen.“
In den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes bewegen sich die Veränderungen zum Vormonat zwischen -46 bis +10 Personen. Den stärksten Rückgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen konnte Bocholt mit -46 Personen verzeichnen. Es folgen Gronau mit -34 Personen sowie Gescher und Rhede. Dort ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 15 Personen gesunken. Gestiegen ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen lediglich in Vreden mit +10, in Reken mit +8 und in Isselburg mit +2 Personen.
Gegenüber dem Vorjahresmonat haben sich die Zahlen hingegen deutlicher verändert. Bocholt zählt 145 langzeitarbeitslose Personen mehr. Ahaus folgt mit +129 Personen und Gronau mit +82 Personen. Auch in Borken und Stadtlohn ist die Zahl mit +55 bzw. +51 Personen verhältnismäßig stark angestiegen. In Legden, Reken, Rhede, Schöppingen, Südlohn, Velen und Vreden ist dagegen auch im Jahresvergleich die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen um 2 bis 42 Personen zurückgegangen. Im gesamten Kreisgebiet ist die Zahl im Jahresvergleich um 403 Personen angestiegen.
Die Arbeitslosenquote von 3 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig.
Nach dieser Berechnungsmethode liegt die Arbeitslosenquote für das Kreisgebiet wie in den letzten drei Monaten bei 2,4 Prozent und ist im vergangenen Jahr um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. In Ahaus ist die Quote mit +0,5 Prozentpunkten am stärksten gestiegen, gefolgt von Stadtlohn mit +0,4 Prozentpunkten und Bocholt, Gescher und Gronau mit je +0,3 Prozentpunkten. In Reken, Rhede und Schöppingen ist die Quote um 0,3 Prozentpunkte gefallen. Den niedrigsten Anteil an arbeitslosen Grundsicherungsempfängern weisen Südlohn, Heek, Schöppingen und Legden mit unter 1 Prozent aus. Die höchste Quote weist die Stadt Gronau mit 3,5 Prozent aus, gefolgt von Bocholt mit 3,4 und Borken mit 3,0 Prozent. Unter den vier großen Städten im Kreis hat Ahaus trotz des deutlichen Anstiegs gegenüber dem Vorjahr mit aktuellen 1,8 Prozent eine sehr niedrige Quote.

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