Alpakas statt Haushund – Die Besucher am Schloss staunen nicht schlecht, wenn Kalle Zeh dort mit Brasil und Darius spazieren geht.

Denn bei den Tieren, die der Freiheiter Bürger da an der Leine führt, handelt es sich nicht etwa um Hunde. Brasil und Darius sind Alpakas, die mit ihren niedlichen, runden Augen neugierig das Geschehen am Schloss beobachten.

Seit gut einem halben Jahr hat der Raesfelder die beiden Wallache (vier und sechs Jahre) bei sich am Haus auf der Wiese stehen. Sie stammen aus einem Stall eines Züchters aus Oberfranken und kannten sich bereits. Zeh betont, dass Alpakas soziale Tiere seien, die nicht allein gehalten werden sollen.

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Wenn Kalle Zeh mit seinen „Kumpels“ am Schloss Raesfeld spazieren geht, kann er sicher sein, dass viele Besucher stehen bleiben und Fragen stellen, oder die Tiere einmal streicheln möchten. Foto: Petra bosse

Der Raesfelder war ursprünglich auf der Suche nach einem Hund aus einem Tierheim. Das habe aber nicht geklappt, erzählt er. Er habe nur Absagen mit der Begründung bekommen, dass er häufig zu lange nicht zu Hause sei. „Und zwei Hunde gleichzeitig wollte ich nicht. So suchte ich nach einer Alternative und habe mich für Alpakas entschieden“, ergänzt er. Die vom Deutschen Tierschutzbund vorgeschriebene Mindestvoraussetzung von einer Fläche von 1000 Quadratmetern mit Offenstall, die für eine Haltung von zwei Alpakas erforderlich ist, konnte Zeh erfüllen.

Gemeinsame Spaziergänge am Schloss

Mittlerweile haben sich Mensch und Tiere aneinander gewöhnt. Wenn der Trubel am Schloss nicht allzu groß ist, gehen sie gemeinsam am Schloss, durch die Freiheit und im Tiergarten spazieren.

„Es muss aber schon ruhig sein, denn die Tiere mögen keinen Stress“, erläutert Kalle Zeh. Und das ist auch das, was der ehemalige Freiheiter Bürgermeister selber nicht mag. „Die Tiere haben ein beruhigendes Wesen, sie entschleunigen mich, und ich kann bei einem Spaziergang gut runterfahren.“ Alpakas sind intelligent, kinderfreundlich und neugierig. Besonderes letztere Eigenschaft kommt den Tieren entgegen, wenn Menschen stehen bleiben und Fotos machen möchten. Zeh hat dagegen nichts einzuwenden. „Meine Jungs scheinen wohl die Abwechslung zu lieben, und die Besucher am Schloss sind auch begeistert.“

Kumpels

Für Zeh sind die Tiere „Kumpels“, mit denen er, wie er nicht ohne Stolz sagt, sehr gut auskommt. Mittlerweile war auch erstmalig ein Scherer aus Schermbeck da. Aus der sehr weichen und auch für Allergiker geeigneten Alpaka-Wolle möchte sich Kalle Zeh demnächst ein Oberbett, Mütze und Schal anfertigen lassen. Kommerziell möchte der Raesfelder Darius und Brasil nicht nutzen. „Ich möchte nur mit den Tieren spazieren gehen und sie auf der Wiese von meiner Terrasse beobachten.“

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