Kreis Borken/Münster. Wegen der seit Wochen ausbleibenden Niederschläge rufen die Bezirksregierung Münster und der Kreis Borken die Bevölkerung dazu auf, sparsam mit Wasser aus Flüssen und Bächen umzugehen. Ziel ist es, die ohnehin belasteten Ökosysteme nicht zusätzlich zu gefährden.
Die anhaltende Trockenheit hat die Wasserstände in den Oberflächengewässern stark sinken lassen. Damit geraten Lebensräume für Fische, Kleinstlebewesen und Pflanzen zunehmend unter Druck. Zusätzliche Wasserentnahmen könnten diese Situation weiter verschärfen und dauerhafte Schäden verursachen.
Keine langanhaltenden Regenfälle in Sicht
Vor diesem Hintergrund rufen die Behörden dazu auf, jede Wasserentnahme – etwa im Rahmen erlaubnisfreier Gemein-, Eigentümer- oder Anliegerrechte – sorgfältig abzuwägen und möglichst darauf zu verzichten. Laut Deutschem Wetterdienst ist in absehbarer Zeit nicht mit flächendeckenden und langanhaltenden Regenfällen zu rechnen, die die angespannte Lage entschärfen könnten.
Mögliche Allgemeinverfügung: Wasserentnahme könnte eingeschränkt werden
Die Wasserbehörden im Münsterland – also Kreise, kreisfreie Städte und die Bezirksregierung – verfolgen die Entwicklung der Pegelstände aufmerksam. In regelmäßigen Abstimmungen beraten sie über mögliche weitere Maßnahmen, heißt es. Eine Option wäre beispielsweise eine Allgemeinverfügung, die die Wasserentnahme in besonders betroffenen Regionen vorübergehend einschränkt.
Hinweis zur Wetterlage im Frühjahr 2025: Trockenheit mit Folgen für Natur und Landwirtschaft
Der März 2025 zählt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zu den trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Insbesondere Nordrhein-Westfalen verzeichnete mit nur 10 Litern Niederschlag pro Quadratmeter den trockensten März seit 1929 – bei gleichzeitig überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden (213 statt üblichen 103). Die Mitteltemperatur lag mit 7,0 °C um 2,5 Grad über dem langjährigen Durchschnitt.
Trockenheit auch in großen Teilen NRWs
Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) dokumentierte bereits Anfang März eine ausgeprägte Trockenheit in den obersten Bodenschichten, vor allem in Niedersachsen, dem Norden Deutschlands und großen Teilen NRWs. Für Landwirte und die Natur bringt das enorme Herausforderungen mit sich: Pflanzen und Tiere geraten unter Stress, und die Bodenfeuchte reicht nicht aus, um das Vegetationswachstum zu stützen.
Für die Photovoltaik hingegen schufen Sonne und Wärme günstige Bedingungen. Doch die Kehrseite dieses sonnigen Frühjahrs sind langfristige ökologische Auswirkungen, die über das Jahr hinaus spürbar bleiben dürften.



























