Zukunftsvision Raesfeld -Gemeinde in zehn Jahren-

Die Gemeinde  Raesfeld  liegt im südlichsten Zipfel des Münsterlandes. Die Gemeinde Raesfeld hat ein reiches Angebot an unterschiedlichen Wohnmilieus aufzuweisen, was zur guten Lebensqualität beiträgt. Es gibt  einladende Naherholungsgebiete, eine schöne Kulturlandschaft und  ein blühendes Vereinsleben. Wohin soll die Gemeinde Raesfeld in zehn Jahren  künftig hinsteuern?  Die Zukunft birgt viele Möglichkeiten doch auch viele Gefahren.

Wie wird die Gemeinde in zehn  Jahren aussehen und wie werden sich die demographischen Entwicklungen auswirken?
Seit dem 1.1. 2000 bis zum 29.12.2009 hat Raesfeld insgesamt 466 Neubürger zu verzeichnen. Diese Zahl setzt sich zusammen aus: Geburten 968, Sterbefälle 883 das macht ein Plus von 85 Bewohnern sowie Zuzüge 4785 und Wegzüge 4404 (+381). Nehmen wird die durchschnittliche Wachstumsrate von 46 Bürger jährlich, dann wird Raesfeld, Erle und Homer in den nächsten Jahren nicht zu einer Großstadt mutieren. Wird sich denn was ändern, und wenn ja was?

Bürgermeister Andreas Grotendorst hat auch weiterhin eine schuldenfreie Gemeinde im Auge und wie er sagt, hat Raesfeld in zehn Jahren gerade sein 25-jähriges Jubiläumsfest der Schuldenfreiheit gefeiert, und  „die Familienzentren in Raesfeld und Erle haben sich zu einer Anlaufstelle für Menschen jeden Alters entwickelt. Ortsmarketing, die Kirchen und Vereine sorgen gemeinsam mit der Gemeinde weiter dafür, dass unser Ort für dann rd. 11.200 Menschen lebenswert ist. [spoiler] Die ersten Schulabgänger der neuen Verbundschule haben die Schule drei Jahre vorher erfolgreich verlassen und sind nach Abschluss der Lehre gefragte Arbeitskräfte“, setzt der Bürgermeister mit einem positiven Blick in die Zukunft  hinzu.
„Die Gemeinde wird weiter wachsen, obwohl die Geburtenrate runter geht“, das glaubt auch Klaus Werner, Heimatsvereinsvorsitzender, der sich noch an die Zeit erinnert, als die Ginsterstraße in Erle zu den kinderreichsten Straßen im Kreis Borken zählte. Verändern wird sich auch das kirchliche Gemeindeleben in Erle. „Die St. Silvesterkirche wird nicht mehr St. Silvesterkirche sondern Großgemeinde St. Martin heißen und die kirchlichen Anbindungen an die Kirche, die bis heute das dörfliche Leben in Erle bestimmen, werden nicht mehr gegeben sein“, bedenkt Werner vorausschauend. Auch denkt der Vorsitzende, dass die freien Flächen zwischen Raesfeld und Erle sowie längs der B 224 weiter zugebaut werden. [/spoiler]

2 Kommentare

  1. Die Fotomontage oben erinnert mich an das kleine und damals noch schöne Dorf Wiescherhöfen, in dem ich aufgewachsen bin. Mitte der 70er baute man dort das erste Haus mit drei Stockwerken, was vom Anblick noch erträglich war. Mitte der 80er kamen zwei weitere Häuser (oder besser ausgedrückt „Wohnkomplexe) hinzu, dieses Mal mit sechs Stockwerken. Der Gipfel der ländlichen Verunstaltung kam jedoch 2002, als – wer auch immer – ein Bauwerk im besten Plattenbaudesign aus dem Boden stampfte. Bleibt zu hoffen, dass uns diese Vergewaltigung ländlicher Idylle erspart bleibt.

  2. Für die alteingesessenen Erler wird die Silvesterkirche immer die Silvesterkirche bleiben, da kann die Amtskirche in Münster planen was sie will, so was geht aus den Köpfen der Erler nicht so einfach zu löschen.

    Zum Thema Pfarrfusion kann ich die Online-Leserbriefe in der Dorstener Zeitung Online empfehlen, dort kommen die von einer Fusion bedrohten Rhader, Lembecker und Wulfener zu Wort und teilweise schreiben dort auch schon fusionierte Dorstener über deren Erfahrungen dazu…

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