Mehr Sicherheit für Schulkinder in Erle durch neuen Zebrastreifen

ERLE. Einstimmig sprach sich der Bau- und Umweltausschuss am Montag für einen neuen Zebrastreifen vor der Silvesterschule aus. Die Kosten belaufen sich auf etwa 12.500,00 €

Sehr zur Freude einiger Vertreter des Schülerparlaments, die gemeinsam mit Schulleiter Thomas Schlüter und Mike Marcinowski (Schulpflegschaftsvorsitzender) der Sitzung beiwohnten. Die positive Entscheidung honorierten sie am Ende mit Applaus.

Schülerparlament Silvesterschule
Schulleiter Thomas Schlüter (l.) sowie Mike Marcinowsk und die Vertreter des Schülerparlaments freuten sich über die positive Entscheidung. Foto: privat

Bereits Ende letztes Jahres hat sich die Silvesterschule zusammen mit Elternvertretern der Schulpflegschaft mit einem Antrag an die Verwaltung gewandt, in der Tempo 30 Zone auf der Silvesterstraße zwischen Schule und 2-fach Sporthalle einen Zebrastreifen anzulegen. Damit sei aus Sicht der Schule der Schule die Verkehrssicherheit in diesem Bereich deutlich erhöht.

Das Schülerparlament hatte 2018 zur Unterstützung des Antrags eine Unterschriftenaktion in Raesfeld und Erle durchgeführt. Insgesamt 556 Unterschriften konnte im Frühjahr der Verwaltung übergeben werden.

1400 Autos und 200 Fahrräder

In der ausgewiesenen Zone fahren täglich in beiden Richtungen etwa 1.400 Fahrzeuge und 200 Fahrräder. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge liegt bei etwa 27 km/h. Das war das Ergebnis einer Verkehrszählung.

Das Straßenverkehrsamt verwies darauf, dass eigentlich die Daten aus der Verkehrszählung bei einer engen Auslegung der verkehrsrechtlichen Vorschriften nicht unbedingt einen Zebrastreifen rechtfertigten.

Tempo 30-Zone

Darüber hinaus, so teilte der Kreis Borken mit, sei in Tempo 30-Zonen generell mit Fußgänger Querungen zu rechnen, sodass Zebrastreifen in diesen Zonen in der Regel entbehrlich seien.

Zebrastreifen Silvesterschule
Foto: Gemeinde Raesfeld

Im Rahmen eines Ortstermins im Frühjahr wurde erneut darüber diskutiert, unter welchen Voraussetzungen die Anbringung eines Zebrastreifen dennoch möglich sei.

Geeinigt hat sich die Verwaltung mit dem Kreis auf eine farblich markierte Insel. Durch die Anlegung einer Hochbordanlage soll darüber hinaus die Fahrbahnbreite auf 3,50 Meter reduziert werden. Ebenfalls werden zwei neue Straßenlaternen installiert.

Silvesterstraße Erle

Norbert Brömmel, Bündis 90/Die Grüne, zeigt sich darüber besorgt, dass die Schulkinder bei einem Zebrastreifen denken, dass sie zukünftig nicht mehr nach rechts und links schauen müssen und einfach so über die Straßen laufen. „Trotz des Zebrastreifens müssen die Kinder weiterhin aufmerksam bleiben und defensiv an den Streifen herangehen“.

Petra Bosse

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