Quote liegt im Kreis Borken aktuell bei 2,9 Prozent / Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster setzt auf Frühjahrsbelebung
Kreis Borken (pd). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken ist im Januar deutlich gestiegen. Der Service-Punkt ARBEIT weist für den Monat Januar 2011 insgesamt 5.582 erwerbsfähige Hilfebedürftige aus, die als arbeitslos registriert sind. Das sind 416 Personen mehr als im Dezember. Gegenüber dem Januar 2010 zählt der Service-Punkt ARBEIT hingegen 502 Langzeitarbeitslose weniger. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt im Kreisgebiet bei 2,9 Prozent (Dezember: 2,6 Prozent). Insgesamt liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 5,0 Prozent (4,4 Prozent).
Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster macht für die gestiegene Zahl im Kreis Borken vor allem saisonale Gründe verantwortlich: „Der strenge Winter hat die Langzeitarbeitslosigkeit zum Jahresbeginn kräftig klettern lassen.“ Auch in den Vorjahren gab es nach dem Jahreswechsel stets einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Weiterer Grund für die Entwicklung ist, dass zum Jahresende vermehrt Maßnahmen der Eingliederung auslaufen und Personen, die anschließend nicht unmittelbar in Arbeit vermittelt werden können, wieder in die Statistik fallen. „Die ersten Eingliederungsmaßnahmen zur Integration in Arbeit sind aber bereits wieder angelaufen,“ so Dr. Hörster. Er ist sicher, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen deshalb im Frühjahr rasch wieder sinken wird.
Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist im Januar weiter zurückgegangen und liegt derzeit bei 12.575 Personen (-69). Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und weiterer nicht erwerbsfähiger Angehöriger haben im Januar 18.541 Personen (-89) in 8.707 Bedarfsgemeinschaften (-52) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Diese positive Entwicklung erklärt der Service-Punkt ARBEIT mit den Qualifizierungsmaßnahmen, die bereits wieder angelaufen sind.
In den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes bewegen sich die Veränderungen gegenüber dem Vormonat zwischen -1 und +75 Personen. Während in Heek, Heiden, Schöppingen, Südlohn und Velen nahezu keine Veränderungen zu verzeichnen sind, ist dagegen in Gronau und Bocholt die absolute Zahl mit +75 bzw. +72 Personen in diesem Monat am deutlichsten gestiegen.
Im Jahresvergleich ist die Zahl der Arbeitslosen bei den Service-Punkten ARBEIT insgesamt um 502 Personen zurückgegangen. Den stärksten Rückgang können Ahaus (-144), Borken (-77) und Bocholt (-76) verzeichnen. Lediglich in Gescher (+38), Isselburg (+13) und Rhede (+4) ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Januar 2010 leicht gestiegen.
Die Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen von der Arbeitsagentur. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig.
Für das Kreisgebiet liegt diese Quote im Januar bei 2,3 Prozent und ist damit im vergangenen Monat um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Die Gemeinden Heek, Heiden, Schöppingen, Südlohn und Velen konnten als einzige Gemeinden im Kreis ihren Anteil der Langzeitarbeitslosen (SGB II) an der Bevölkerung halten. In den übrigen Städten und Gemeinden des Kreises ist die Quote zum Jahresbeginn gestiegen, wobei Gronau und Stadtlohn mit +0,3 Prozentpunkten den höchsten Anstieg zu verzeichnen hatten. Die kleineren Gemeinden Heek, Legden, Schöppingen und Südlohn weisen mit unter 1 Prozent die niedrigsten Quoten aus. Bocholt, Borken sowie Gronau liegen bei der Quote mit über drei Prozent an der Spitze im Kreisgebiet.



























