Quote liegt aktuell bei 2,5 Prozent
Kreis Borken (pd). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken ist im September auf ein neues Rekordtief gesunken. Das Jobcenter im Kreis Borken weist aktuell 4.849 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Im Vergleich zum Vormonat August ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen damit um 196 Personen gesunken, gegenüber dem Vorjahresmonat zählt das Jobcenter im Kreis Borken einen Rückgang von 533 Langzeitarbeitslosen. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt im Kreisgebiet erstmals bei 2,5 Prozent (August: 2,6 Prozent) und damit so niedrig wie noch nie.
Landrat Dr. Kai Zwicker hatte bereits im April vermutet, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen in diesem Jahr unter 5.000 Personen sinken könnte. „Ich freue mich, dass wir nun diesen Sprung geschafft haben“, betont Zwicker. Zur positiven Entwicklung beigetragen hätten das Ende der Sommerferien und die übliche Herbstbelebung. „Sicher sind die guten Zahlen aber auch das Ergebnis der intensiven Bemühungen der Mitarbeiter unseres Jobcenters um jeden Langzeitarbeitslosen“, so Zwicker.
Auch die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im September weiter gesunken und liegt derzeit bei 11.571 Personen (-295). Zu dieser Gruppe gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch angewiesen sind, zählen ebenfalls zu diesem Kreis. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und weiterer nicht erwerbsfähiger Angehöriger haben im September 17.116 Personen (-426) in 8.174 Bedarfsgemeinschaften (-175) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Das sind so wenige wie nie zuvor seit den Hartz-Reformen.
Der Blick in die Zahlen für die Städte und Gemeinden des Kreises zeigt, dass sich die Arbeitslosigkeit im September nahezu überall positiv entwickelt hat. In Bocholt ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit -90 Personen absolut am stärksten zurückgegangen, gefolgt von Gronau mit -27 und Borken mit -24 Personen. Lediglich in Gescher (+15), Raesfeld (+5) und Schöppingen (+3) ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen leicht gestiegen.
Gegenüber September 2010 zählt das Jobcenter 533 langzeitarbeitslose Personen weniger. Auch hier hat Bocholt mit -184 Personen absolut den stärksten Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. In Gescher, Heiden, Raesfeld und Isselburg ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht gestiegen.
Die Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig.
Für das Kreisgebiet liegt diese Quote erstmals bei 2,0 Prozent. Die höchste Belastung weisen die Städte Bocholt und Gronau mit 3,0 Prozent aus, gefolgt von Gescher mit 2,6 Prozent und Borken mit 2,5 Prozent. Die kleineren Gemeinden Heek, Legden, Schöppingen und Südlohn weisen mit unter 1 Prozent die niedrigsten Quoten aus.



























