Wer kann Flüchtlinge aufnehmen? Informationen zur Ukraine-Hilfe

Kreis Borken mit wichtigen Informationen zur Ukraine-Hilfe – „Koordinierungsstelle Ukraine“ eingerichtet

Entsprechende Internet-Seite wird kurzfristig freigeschaltet

Kreis Borken (pd). Um auf die weiteren Entwicklungen in der Ukraine reagieren zu können, werden beim Kreis Borken derzeit entsprechende organisatorische Maßnahmen umgesetzt.

So ist bereits eine „Koordinierungsstelle Ukraine“ in der Kreisverwaltung eingerichtet worden, die unter der Telefonnummer 02861/681-2500 heute ab 15 Uhr (erreichbar montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr) und der E-Mail-Adresse [email protected] zu erreichen ist. In Kürze werden überdies erste Informationen im Internet unter https://www.kreis-borken.de/ukraine-hilfe freigeschaltet.

Kreis-borken-Flüchtlinge-Ukraine
Am Montagmorgen erörterten die Partnerkreise Wroclaw/Breslau und Borken die Lage via Videokonferenz – im Bild v. l.: Kreisordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow, Landrat Dr. Kai Zwicker, Stabsstellenleiter Michael Weitzell und Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster. Foto: Presse

Videokonferenz mit Amtskollegen Roman Potocki

Zudem hat es auf Initiative von Landrat Dr. Kai Zwicker am heutigen Vormittag bereits eine Videokonferenz mit seinem Amtskollegen Roman Potocki aus dem polnischen Partnerkreis Wroclaw/Breslau gegeben, in dem zum einen viele Ukrainer leben und zum anderen auch mehrere polnisch-ukrainische Ortspartnerschaften bestehen. Wichtige Ergebnisse der Konferenz waren:

Aufgrund der unübersichtlichen Situation an der polnisch-ukrainischen Grenze wird dringend darum gebeten, von eigenen Fahrten dorthin mit dem Ziel, selbstständig Flüchtlinge aufzunehmen, Abstand zu nehmen. Momentan werden ankommende Flüchtlinge an der dortigen Grenze registriert, um dann die weitere Unterbringung zu organisieren – Hilfsorganisationen unterstützen. Von deutscher Seite wird eine staatliche Koordinierung erfolgen.

Keine Sachspenden

Benötigt werden derzeit keinerlei Sachspenden. Eine vom Kreis Wroclaw/Breslau für ein Krankenhaus in einer ukrainischen Partnerkommune hereingegebene Liste dringend erforderlicher Medikamente wird derzeit vom Kreisgesundheitsamt bearbeitet.
Wer Geld spenden möchte, sollte dies über die bekannten Spendenkonten der Hilfsorganisationen tun.

Aktuell rechnet der Kreis Borken mit Einzelpersonen oder kleinen Gruppen und Familien, die aufgrund familiärer Beziehungen und privater Kontakte aus der Ukraine ins Westmünsterland kommen.

Abhängig von der weiteren Entwicklung sind aber auch Zuweisungen von Flüchtlingen zu erwarten. Die Europäische Union, der Bund und das Land NRW wollen entsprechende Regelungen ausarbeiten, um ein geordnetes Verfahren zu ermöglichen.

Wer kann Flüchtlinge aufnehmen?

Wie bereits berichtet, werden in den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet schon die verfügbaren Unterkünfte geprüft. Landrat Dr. Kai Zwicker bittet in diesem Zusammenhang die Bürgerinnen und Bürger herzlich darum, ihrer jeweiligen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung freie Unterbringungsmöglichkeiten zu melden.

Übersetzer/Innen gesucht

Der Kreis Borken plant überdies vorsorglich in Zusammenhang mit dem DRK-Kreisverband erste eigene Unterbringungs-, Versorgungs- und Betreuungsmöglichkeiten.
Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Borken stellt sich bereits darauf ein, ankommende Kriegsflüchtlinge zu unterstützen und sucht daher für seinen Pool an Übersetzern Sprachmittler für Ukrainisch und Russisch.

Entsprechende Meldungen nimmt das KI unter der Telefonnummer 02861/681-4377 zu den üblichen Bürozeiten entgegen. Melden können sich Sprachkundige auch per E-Mail an [email protected] Informationen zu den Aufgaben von Sprachmittlern gibt es im Internet unter https://bildungskreis-borken.de/sprachmittler.

Eingereiste Flüchtlinge bitte beim Kreis Borken melden

Personen, die bereits aus der Ukraine eingereist und im Kreis Borken untergekommen sind, werden gebeten, sich bei der Ausländerbehörde der Kreisverwaltung Borken über die vom Kreis Borken heute ab 15 Uhr eingerichtete Hotline-Telefonnummer 02861/681-2500 (erreichbar montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr) oder per E-Mail an [email protected] zu melden. Dies ist wichtig, um eine Kontaktaufnahme zu ermöglichen, über Entwicklungen und rechtliche Änderungen zu informieren und Unterstützungsangebote machen zu können. Erste ukrainische Staatsbürgerinnen und -bürger haben sich heute bereits bei der Ausländerbehörde registrieren lassen.

Vorheriger ArtikelJetzt bei Automobile Baumann: Der Mitsubishi L200 – Leistungsstark. Flexibel. Selbstbewusst.
Nächster Artikel„Nein zu Krieg und Gewalt“ – Mahnwache in Raesfeld
Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein