StartGemeinde RaesfeldWenn Platt rockt: Brejpottspöllers bringen Erle zum Lachen

Wenn Platt rockt: Brejpottspöllers bringen Erle zum Lachen

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Ein Lächeln ins Gesicht zaubern: Das gelang den Brejpottspöllers jüngst bei ihrem Auftritt im Saal von Brömmel-Wilms mehrfach.

Mit ihrem unterhaltsamen Programm begeisterten sie die vielen Besucher des plattdeutschen Nachmittags in Erle. Die Brejpottspöllers sind die Kinder der Plattdeutsch AG des Heimatvereins Erle, die beim Einüben von Sketchen und Geschichten spielerisch Erler Platt lernen und auf der Bühne präsentieren. Wie Carlo Behler, Vorsitzender des Heimatvereins Erle, mitteilt, sei die Resonanz im Dorf jedes Jahr erstaunlich groß.

Max und Moritz und Till Eulenspiegel

Beliebte Streiche wie „Klingelmänneken“, das Portemonnaie am Faden oder das „heiße Höschen“, das die halbwüchsige Tochter unbedingt haben wollte, erinnerten viele im Publikum an die eigene Jugend. Auch „Eene Pulle Pommes“, der bekannte Sketch von Didi Hallervorden, klang auf Platt besonders originell.

Die Brejpottspöllers-bringen Erle zum Lachen
Foto: Heimatverein Erle

Neu im Programm waren zwei Streiche von Max und Moritz sowie Till Eulenspiegel. Ingrid Horstmann, die Leiterin der AG, hatte den dritten Streich der beiden Lausbuben als „Schnieder Böck“ und den Eulenspiegelstreich als „Wie Eulenspeegel denn Äsel das Lääsen bibroch“ ins Erler Platt übertragen. Die Kinder zeigten, wie sich mit einfachen, aber pfiffigen Mitteln ein stimmiges Bühnenbild gestalten lässt. So stürzte Schneider Böck über einen angesägten Steg aus Karton in das „Wasser“, dargestellt durch einen blauen Müllsack, und der Esel im selbst genähten Kostüm demonstrierte seine Lernfähigkeit mit den Buchstaben I und A.

„Denn Erlkönning“ – eine moderne Version von Goethes Klassiker

Auch menschliche Schwächen wurden mit viel Humor dargestellt. Der Hypochonder, dem der Arzt das „Possläin Syndrom“ bescheinigte – er hat nicht alle Porzellantassen im Schrank – brachte ebenso Gelächter wie die Tratschtante, deren ständiges Gerede über das Wetter der Wurstverkäuferin schlicht „woste“ war.

Für besondere Heiterkeit sorgte die moderne Version von Goethes Erlkönig auf Erler Platt. Am Ende starb das Kind nicht, sondern war innen und außen beschmiert, weil es vom platten Fahrrad in die Modde gefallen war und sich aus Angst vor dem „Erlkönning“ in die Hose gemacht hatte: „… in sinnen Arm dat Jüngsken stunk.“

Zum Schluss stellten die Brejpottspöllers ihren selbst entwickelten Bewegungsrhythmus „Wenn ik äs ut de Schoole kömp, wat will ik denn wall weern?“ vor. Mit diesem Bewegungsspiel erreichten sie beim plattdeutschen Kreativwettbewerb des Kreises Borken den zweiten Platz. Das Programm wurde durch plattdeutsche Lieder aufgelockert, die Norbert Sabellek mit der Gitarre begleitete.

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