Seit Tagen steigt der Inzidenzwert im Kreis Borken. Aktuell liegt der „7-Tage-Inzidenz“ (Kreiswert): 107,4 +4,8*. Stadt Borken 141 (134) Infizierte

Wie der Kreis Borken heute mitteilt, gebe es für die aktuelle Situation leider keine klare einfache Erklärung für diese Entwicklung.

Kreis Borken (pd). Die Stadt Borken stellt einen Fragen- und Antwortenkatalog zur aktuellen Coronavirusentwicklung in Borken, d.h zum Überschreiten des Inzidenzwertes von 100 zur Verfügung.

Nach rund vier Wochen Pendeln zwischen Inzidenzwerten von 50 und 70, hat jetzt in der Stadt Borken leider auch die landes- und bundesweite Tendenz stärker steigender Fallzahlen dazu geführt, dass 100-Inzidenz überschritten wurde.

Die Situation im Kreisgebiet Borken ist dabei in den einzelnen Städten und Gemeinden immer noch sehr heterogen: die höchsten Inzidenzwerte liegen in Borken, aber auch in Isselburg und Vreden (rd. 200). Einzelne zum Teil sogar unmittelbare (Nachbar-)Kommunen haben dagegen sehr niedrige Inzidenzwerte unter oder um 35 (Reken, Südlohn, Heiden).

Kein besonderes Ausbruchsgeschehen

Für die aktuelle Situation gibt es leider keine klare einfache Erklärung für diese Entwicklung. Derzeit ist kein besonderes Ausbruchsgeschehen in Borken erkennbar, das mit einer Einrichtung, mit großen Treffen oder Feiern, mit Reiserückkehrern in Zusammenhang steht. Obwohl es eine Vielzahl von Infektionen in den Schulen und Kitas gibt, gibt es aufgrund der umfangreichen Testungen durch das Kreisgesundheitsamt nach Feststellungen des Kreises keine belastbaren Hinweise darauf, dass sich Kinder untereinander vermehrt anstecken, also ganze Klassen oder Kita-Gruppen infizieren.

Starker Rückgang von Todesfälle

Es gibt glücklicherweise seit der Durchimpfung der Altenpflegeeinrichtungen (Mitte Februar) keine Ausbrüche bzw. größere Anzahl von Infektionen in Einrichtungen mehr. Seitdem ist nach Auskunft des Kreises Borken auch ein starker Rückgang der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid zu verzeichnen.

Das Gesundheitsamt des Kreises stellt zudem fest, dass offenbar die Mutation des Virus eine erhebliche Rolle bei der jetzigen Infektionsgeschwindigkeit spielt: Die Mutante (473) beherrscht inzwischen das Virus, dieses ist dadurch aggressiver. Da bedeutet, bei ansonsten gleichem Verhalten der Menschen sich mehr Menschen anstecken. Tendenziell infiziert sich inzwischen eine häusliche Gemeinschaft komplett, wenn ein Familienangehöriger die Infektion mit „nach Hause“ bringt.

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