Voller Saal, viel Gelächter und ein eingespieltes Team. Die kfd Theatergruppe Raesfeld präsentierte im Martinushaus elf Sketche, die das Publikum an drei Terminen überzeugten. Humor und Spielfreude prägten die Aufführungen, die seit über 40 Jahren fester Bestandteil im Jahreskalender sind.

Erfolgreiches Wochenende im Martinushaus
Drei Mal volles Haus im Martinushaus Raesfeld. Die Theatergruppe der kfd erlebte ein gelungenes Wochenende mit jeweils rund 140 Besucherinnen. Das Motto „Sauber geputzt, herrlich verrückt“ traf den Geschmack des Publikums.
Die letzte Aufführung am Samstagnachmittag fand bei Kaffee und Kuchen statt. Der Saal war gemütlich eng. „Alle drei Veranstaltungen waren innerhalb von einer halben Stunde nach Terminveröffentlichung ausverkauft“, sagte Teamleiterin Martha Eming.

Elf Stücke mit viel Spielfreude
Einstudiert hatte das Programm Ursula Strothmann gemeinsam mit dem Team. Die elf Sketche hießen „Putzfrauen Klatsch und Tratsch“, „Der untaugliche Ehemann“, „Vermisstenanzeige“, „Zu klug für die erste Klasse“, „Feueralarm“ in Plattdeutsch, „Wandern in den Alpen“, „Wenn einer eine Reise tut“, „Gedanken im Gottesdienst“, „Kurzzeitgedächtnis“, „Der Geburtstag“ und „Der Hühnerstall“.

Jedes Stück überzeugte durch Komik und die schauspielerischen Fähigkeiten der Darstellerinnen. Der untaugliche Ehemann, der den Trecker besser beschreiben konnte als seine vermisste Frau, sorgte ebenso für Lacher wie der Feuerwehrmann, der bei Alarm nicht schnell genug in seine Stiefel fand.

Kalte Berghütte, viele Decken und wenig Schlaf
Besonders viel Beifall erhielt „Wandern in den Alpen“. Pastor Johannes Bengfort em. spielte den Heiligen Vater, der sich mit der Nonne, dargestellt von Marina Bleker, eine Berghütte teilen musste. Bei den zwei vorherigen Aufführungen übernahm Pastor Fabian Tilling diese Rolle. Bengfort konnte aber am Samstag mit seinem Schauspieltalent überzeugen.

Im Stück bekam die Nonne mehrere Decken, während sich der Geistliche mit einem Notbett und einem Schlafsack zufriedengeben musste. Kaum war er eingeschlafen, rief die Nonne immer wieder „Vater, mir ist aber immer noch kalt“. Mehrmals stand er auf, um ihr zusätzliche Decken zu geben. Doch keine war ausreichend.

Schließlich hatte er eine Idee. „Schwester, wir sind hier in dieser Einöde von der Welt abgeschlossen und niemand wird jemals merken, was heute Nacht passiert. Wir könnten doch eigentlich so tun, als wären wir verheiratet“, sagte er. Die Nonne freute sich hörbar und hatte insgesamt auch genau darauf gewartet. Dann folgte der Satz, der den Saal zum Lachen brachte: „Wenn dir kalt ist, dann steh auf und hole dir die dämliche Decke gefälligst selber.“

Ehrenamtliches Engagement für einen guten Zweck
Zwölf Spielerinnen, eine Souffleuse sowie vier Männer der Gruppe „Tragen und Heben“ arbeiteten auf und hinter der Bühne. Für die Technik war Herbert Hüning verantwortlich. Alle engagierten sich ehrenamtlich.
„Der Erlös der Einnahmen wird auch in diesem Jahr wieder gespendet an die Kinderkrebshilfe der Uniklinik Münster“, erklärte Eming. Damit solle eine Musiktherapie für austherapierte krebskranke Kinder finanziert werden. „Mit der Therapie wird versucht, den letzten Lebensabschnitt der Kinder zu verschönern“, sagte sie.

Viel Applaus zum Abschluss
Die Theatergruppe der kfd Raesfeld bot an drei Tagen gute Unterhaltung, viel Humor und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Das Publikum bedankte sich mit anhaltendem Applaus und vielen Lachern.




























