Viel Flüchtlinge in der Gemeinde streben Ortswechsel an

Gemeinde Raesfeld steht vor neuen Herausforderungen

RAESFELD. Nach der Unterbringung der Zahl von Flüchtlingen Ende des vergangenen und Anfang diesen Jahres, steht nun die Gemeindeverwaltung Raesfeld nun vor neuen Herausforderungen.Familientag für Flüchtlinge Raesfeld

„Von den 110 gestellten Asylanträgen werden rund 80 Flüchtlinge eine Anerkennung erhalten. Aus diesem Grund ist es jetzt sehr unruhig, denn durch den Wechsel in den Rechtsstatus steht nun die Frage im Raum: Bleiben die Flüchtlinge dauerhaft hier wohnen, oder werden sie in andere Städte umziehen“, sagt Ordnungs- und Sozialamtsleiter Markus Büsken.

Umzug nur noch innerhalb von NRW möglich

Mit der Anerkennung wechseln die meisten Flüchtlinge aus dem Asylverfahren in Harz IV. Viele Flüchtlinge streben nun einen Ortswechsel an, da sie sich nun eine eigene Wohnung suchen dürfen. „Einige möchten zum Beispiel nach Stuttgart oder Freiburg ziehen. Dies ist aber seit dem 1. August nicht mehr möglich, da mit dem Inkrafttreten des Integrationsgesetzes Flüchtlinge nur noch innerhalb von NRW umziehen dürfen“, sagt Büsken.

Rund 30 bis 40 Antragsteller in der Gemeinde haben bereits eine Anerkennung erhalten.  Für sie muss die Gemeinde Eingliederungsmaßnahmen ergreifen.

Zwei Großfamilie haben hingegen einen Umzug nach Duisburg angekündigt. „In diesen Fällen ist es aus unserer Sicht schon sehr verwunderlich, denn bei beiden Familien haben die Integrationsbemühungen erste Früchte getragen. Sie haben eine sehr gute Wohnung, die Kinder sind in der Schule gut integriert und für die Jüngste haben wir sogar einen Kindergartenplatz bekommen“, bedauert Büsken.

Dezentral untergebracht

Dass sich die Flüchtlinge mit einem Umzug in die Stadt keinen Gefallen tun, ahnt Büsken. „Es gibt aber auch viele Flüchtlinge, die die Unterbringung in kleinen Kommunen schätzen gelernt haben, denn alle sind dezentral in kleinen Wohneinheiten, und nicht in großen Lagern, hier untergebracht“.

Info: Derzeit leben in der Gemeinde Raesfeld aktuell 245 im Asylverfahren. Petra Bosse

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