Kreis Borken und die Städte Ahaus, Borken und Gronau werben für die Aufnahme von Pflegekindern als Alternative
Kreis Borken (pd). Zwölf Adoptionen konnte die Adoptionsvermittlungsstelle, die der Kreis Borken mit den Städten Ahaus, Borken und Gronau betreibt, im vergangenen Jahr abwickeln. Das sind drei weniger als im Jahr davor. Bei zwei dieser Fälle handelt es sich um die Aufnahme eines fremden Kindes, die übrigen zehn Kinder wurden von Verwandten oder Stiefeltern adoptiert. Bei den insgesamt 15 Adoptionen im Jahr 2013 wurden ebenfalls zehn Kinder von Verwandten und Stiefeltern angenommen.
Aktuell liegen Bewerbungen von 13 Paaren vor, die Adoptiveltern werden wollen. Eine realistische Hoffnung können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises und der Städte aber nur wenigen von ihnen machen. „Der Vielzahl der Bewerber, die sich eine Adoption wünschen, steht nur eine kleine Anzahl von Kindern gegenüber, die zur Adoption freigegeben werden“, erklärt Andrea Homann von der Vermittlungsstelle in Gescher. „Nur wenige Eltern, die ihr Kind nicht selbst versorgen können, sind bereit, in eine Adoption mit allen Konsequenzen einzuwilligen.“ Eine Alternative für Paare, die einem Kind ein Zuhause bieten wollen, sei es deshalb, ein Pflegekind aufzunehmen, um das sie sich dann vorübergehend oder dauerhaft kümmern. Paare und Familien sollten sich mit den Anforderungen bei der Aufnahme eines Pflege- oder Adoptivkindes auseinander setzen, betont Andrea Homann. Unterstützt und geschult werden sie hierbei durch die zuständigen Fachkräfte des Adoptionsvermittlungsstelle und der Pflegekinderdienste. Dabei werden die Besonderheiten eines Pflege- oder Adoptivkindes besprochen. Außerdem wird thematisiert, wie es gelingen kann, ein fremdes Kind in die eigene Familie zu integrieren. Zeigen sich die Bewerberpaare als geeignet, haben sie die Möglichkeit, ein Kind in ihre Familie aufzunehmen.
Die Pflegekinderdienste suchen Paare und Familien, die ein Kind bei sich aufnehmen möchten. „Die Aufgabe ist eine besondere Herausforderung und bereichert den Alltag der Familie in den verschiedensten Facetten“, sagt Andrea Homann. Dank Pflegeeltern haben viele Kinder die Chance, wieder Vertrauen in sich und ihr Umfeld zu bekommen und sich gesund zu entwickeln.
Nähere Informationen, auch zur Aufnahme eines Pflegekindes, gibt es bei der „Gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle der Städte Ahaus, Borken, Gronau und des Kreises Borken“ im Fachbereich Jugend und Familie der Kreisverwaltung Borken, Nebenstelle Gescher, unter der Telefonnummer 02542/956724 sowie bei den Jugendämtern der Städte Ahaus, Borken und Gronau.



























