Unser Garten im Herbst – Tipps für Gärtner

Im Herbst wird der Garten noch einmal arbeitsintensiv. Der Herbst bedeutet für  viele Gartenbesitzer: Ran an die Werkzeuge, ran an die Arbeit.

Überall da, wo neue Beete angelegt werden müssen, oder der Rasen erneuert werden soll, da ist der Herbst der ideale Zeitpunkt. Die sommerliche Hitze ist vorbei, doch die Tage sind noch warm genug, um neue Pflanzen setzen zu können, oder den Rasen neu auszusäen. Manche Stauden kann man jetzt besser teilen, als im Sommer, Beete können umgestaltet werden. Manchmal sieht man „Fehlentscheidungen“ vom Frühjahr erst jetzt im Herbst. Winterquartiere sollten schon gegen Oktober sauber- und freigemacht werden, damit man bei Frostgefahr die Kübelpflanzen schnell einräumen kann, ohne dass sie Schaden nehmen müssen.

Den Rasen winterfest machen
Die Blätter sollten nicht zu lange auf der Grasnarbe liegen bleiben, weil sonst  die Gräser stark leiden, da diese schlecht belüftet werden. Der letzte Jahresschnitt der Saison soll unbedingt noch bei trockenem Boden durchgeführt werden. Mähen bei feuchtem Boden schadet mehr als es nutzt. Die Struktur wird durch die Belastung verdichtet und die Wurzeln haben es schwer den Boden zu durchdringen.

Dahlien ausgraben!
Vor dem ersten Bodenfrost müssen die Dahlienknollen ausgegraben werden, damit sie nicht erfrieren. Man lässt sie zwei bis drei Tage trocknen, wenn es die Witterung zulässt in der Sonne, und dann werden die Stiele bis auf zehn Zentimeter zugeschnitten. Eingeschlagen in geknülltes Zeitungspapier, in trockenen Torf oder Sägespäne, überwintern die Knollen in einem kühlen, aber frostfreien und dunklen Kellerraum.
Auch Gladiolen werden jetzt zum Überwintern ausgegraben. Die abgetrockneten Knollen werden gebündelt und frostfrei im Dunklen aufgehängt.

Rosen mit Erde einpacken!
Mit dem Schutz von Hochstamm-Rosen und kletternden Sorten sollte man sich noch gedulden. Die  Pflanzen sollten erst eingepackt werden, wenn wirklich dauerhaft Frost droht. Gesunde Rosen müssen nicht unbedingt geschnitten werden, damit man kann sich Zeit bis zum zeitigen Frühjahr lassen. Verwöhnt werden können die Pflanzen allerdings durch Anhäufen der Erde mit  guter reifer Komposterde.

Achtung Hortensien-Freunde!
Hortensien jetzt nicht schneiden, denn man schneidet ähnlich wie bei den Frühlingsblühern die Blütenknospen ab. Also lieber nur die Spitze mit den abgeblühten Blüten entfernen, wenn man Bauernhortensien hat. Die weißen Schneeballhortensien können getrost zurückgeschnitten werden.

Zwiebelblumen für den Frühling!
Noch kann man die Zwiebeln von Tulpen, Narzissen und Co. in die Erde legen. Wichtig ist, dass die Zwiebeln doppelt so tief liegen wie sie hoch sind. Beispiel: Eine drei Zentimeter hohe Tulpenzwiebel wird sechs Zentimeter tief gepflanzt. Wer es jetzt noch nicht schafft mit dem Pflanzen, der sollte darauf achten, dass die Zwiebeln kühl gelagert werden. Bei warmer Lagerung wird die Wahrscheinlichkeit für eine tolle Blüte geringer.

Da einige dieser Zwiebeln sehr von Wühlmäusen geliebt und gefressen werden, ist es günstig, diese in Drahtgitterkörbe zu pflanzen. Darin können sich die Zwiebeln gut entfalten, die Mäuse aber gehen leer aus.

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