Umlage finanziert in Zukunft Ausbildung in der Altenpflege Fachmann stellte neues System in der Kreispflegekonferenz vor
Kreis Borken (pd). Pflegeheime und ambulante Dienste, die Altenpfleger ausbilden, müssen die Kosten in Zukunft nicht mehr allein tragen. Ab dem 1. Juli 2012 gibt es in Nordrhein-Westfalen ein neues Umlagesystem. Dessen Eckpunkte stellte der Leiter der Altenpflegeschule in Rhede, Reinhard Sicking, jetzt in der Kreispflegekonferenz vor, die im Kreishaus in Borken tagte.
„Anders als bisher müssen sich alle Einrichtungen beteiligen“, erklärte Sicking. Sie zahlen eine Umlage an den Landschaftsverband. Dieser leitet dann Mittel an die Einrichtungen weiter, die Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. „Künftig wird der bestraft, der nicht ausbildet“, so Sicking. Bisher mussten Einrichtungen die Ausbildungskosten über die Pflegesätze wieder hereinholen. Das konnte sich zu einem Nachteil im Wettbewerb entwickeln.
Mit dem neuen System möchte das Land Anreize für die Schaffung neuer Ausbildungsplätze in der Pflege schaffen. Denn: Nach Angaben des NRW-Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter fehlten bereits Ende 2010 knapp 3.000 Fachkräfte in der Alten- und Krankenpflege. Sicking beobachtet, dass das neue System bereits Wirkung zeigt. „Wir können feststellen, dass an unseren Schulen die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen steigt.“ Er rechne damit, dass an den Altenpflegeschulen in Ahaus-Wessum und in Rhede mit Beginn des neuen Schuljahres jeweils ein zusätzlicher Kurs eingerichtet werde.
Die Mitglieder der Kreispflegekonferenz vertreten unter anderem ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte, Kommunen, Krankenversicherungen sowie Senioren- und Wohlfahrtsverbände. Weiteres Thema der Sitzung im Kreishaus waren Baumaßnahmen einzelner Pflegeeinrichtungen.



























