Stabsrahmenübung „NEPOMUK 2016″ des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr im Kreishaus Borken

Brigadegeneral Peter Gorgels, Kommandeur des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen, und Landrat Dr. Kai Zwicker informierten sich über den Übungsverlauf

Kreis Borken (pd). Das Landeskommando NRW der Bundeswehr ist u. a. zuständig für die zivil-militärische Zusammenarbeit bei Naturkatastrophen und besonders schweren Unglückfällen. Um die Einsatzfähigkeit seiner nachgeordneten Kreisverbindungskommandos zu gewährleisten, führt es regelmäßig Stabsrahmenübungen durch.

Am Freitag übten nun alle Kreisverbindungskommandos im Regierungsbezirk Münster. Dazu zählt auch das Kommando im Kreis Borken. Unter Leitung von Oberstleutnant der Reserve Volker Panek und seinem Stellvertreter Oberstleutnant der Reserve Ulrich Holzer hatte sich dabei das Team im Borkener Kreishaus mit einer Hochwasser-Übungslage auseinanderzusetzen. Der Kommandeur des Landeskommandos, Brigadegeneral Peter Gorgels, und Landrat Dr. Kai Zwicker nahmen dies zum Anlass, sich unmittelbar vor Ort einen Überblick über das Übungsgeschehen zu verschaffen.

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Oberstleutnant der Reserve Volker Panek, sein Stellvertreter Oberstleutnant der Reserve Ulrich Holzer, Landrat Dr. Kai Zwicker, Brigadegeneral Peter Gorgels, Kreisordnungsdezernent Dr. Hermann Paßlick und Heribert Volmering (Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung) mit übenden Stabsmitgliedern

Sie konnten dabei mitverfolgen, wie immer neue Ereignisse und Lage-Entwicklungen „eingespielt“ wurden, die es zu bewältigen galt. Das Kreisverbindungskommando gab zudem Vertretern der hiesigen Hilfsorganisationen die Gelegenheit, den Verlauf der Übung zu verfolgen.

Zum Hintergrund:

Das Landeskommando Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Düsseldorf repräsentiert die Bundeswehr gegenüber der Landesregierung, berät zivile Behörden über Fähigkeiten der Bundeswehr im Hilfeleistungsfall, vertritt die Interessen der Bundeswehr durch zivil-militärische Zusammenarbeit, steuert die Reservistenarbeit in NRW und nimmt weitere Bundeswehr-Aufgaben im Land wahr. Die zivil-militärische Zusammenarbeit ist zentraler Bestandteil des Auftrages des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen mit oberster Priorität.

Grundlage dafür ist Artikel 35 des Grundgesetzes, der die Rechts- und Amtshilfe von Behörden des Bundes und der Länder, insbesondere zur Hilfeleistung bei Naturkatastrophen und besonders schweren Unglückfällen, regelt. Zivil-militärische Zusammenarbeit erfolgt sowohl innerhalb Deutschlands als auch bei Einsätzen der Bundeswehr im Ausland und schließt die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen, anderen nicht-staatlichen sowie internationalen Organisationen ausdrücklich ein.

Die zivil-militärische Zusammenarbeit erfolgt vor Ort durch fünf Bezirks- und 54 Kreisverbindungskommandos auf Ebene der Regierungsbezirke, Kreise und kreisfreien Städte. Diese Kommandos beraten die zivilen Krisenstäbe der Landkreise, kreisfreien Städte beziehungsweise Regierungsbezirke hinsichtlich Unterstützungsmöglichkeiten der Bundeswehr bei Naturkatastrophen und schweren Unglücksfällen. Zahlreiche in erster Linie ortsansässige Reservistinnen und Reservist der Bundeswehr können dabei zum Einsatz kommen.

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