So jung und schon im Knast – junge Schäferhündin hinter Gitter

„Wo ist meine Mama? Ich will hier raus“. Isolationshaft pur über mehrere Stunden  für eine junge Hündin

Diese kleine Schäferhündin entdeckte ich heute in Raesfeld. In einem Vorraum an der Straße eingesperrt, schaute der Vierbeiner traurig den vorbeilaufenden Beinen hinterher und hoffte wohl, dass endlich jemand vorbei kommt und  mit ihr bei diesem schönen Herbstwetter Gassi geht.

Seit Stunden schon muss der Hund wohl hinter den Gitterstäben sitzen. Der Vorraum riecht nach Urin und auch die Hundedecken sehen nicht geradezu einladend aus. Schwanzwedelnd begrüßte mich die Hündin, leckte freudig, aber doch bettelnd meine Hände. Mehr als ein paar kurze Streicheleinheiten konnte ich ihr auch nicht geben. Ob das als Abwechslung für die dauernde Langeweile ausreichte, bestimmt nicht.

Sollten Hundehalter, die sich einen Schäferhund zulegen, nicht dafür Sorge tragen, dass die Betreuung und die angepasste Unterbringung gesichert ist? Warum kaufen sich Menschen mit einer kleinen Wohnung mitten in einem Ortskern  überhaupt so einen großen Hund? Entweder ich stehe dazu und der Hund kann, darf bei mir in der Wohnung leben, oder ich lasse es gleich bleiben.

Noch ist die Kleine süß und putzig. Bei dieser Art von Unterbringung kann sich das Verhalten aber sehr schnell ändern. Wer seinen Hund tagsüber den ganzen Tag hinter Gitterstäbe hält,  der muss auch damit rechnen, dass sein noch verspieltes Verhalten schnell ins Gegenteil umschlägt. Dann heißt es wieder lautstark: Typisch Schäferhund!  Warum eigentlich heißt es nie, wenn etwas passiert „typisch Hundehalter“?