Skurios Volleys bauen im Fernduell gegen die BayerVolleys die Tabellenführung aus 

Fast scheint es, als dass die Skurios Volleys in dieser Saison an die Meisterschaftssaison 2018/19 anknüpfen möchten, denn mit dem 3:0-Heimspielerfolg im zehnten Saisonspiel (25:11, 25:14, 25:20) fuhren die Westmünsterländerinnen bereits den zehnten Sieg ein.

Borken(pd). Dabei waren die Punkte 27 bis 29, welche die Borkener Spielerinnen gegen die Pottperlen aus Essen erkämpften, äußerst schnell eingefahren. Nur 68 Minuten dauerte das Spiel des aktuellen Tabellenersten gegen die Viertplatzierten der 2. Volleyball Bundesliga Nord. Vom Vorhaben der Gäste aus dem Ruhrgebiet, den „Klassen-Streber“ zu ärgern, war da nur wenig zu merken.

Hexenkessel

„Klassen-Streber sehr gut, wir heute weniger gut“, zollte Essens Coach Marcel Werzinger nach dem Spiel den Spielerinnen der Skurios Volleys dann auch Respekt. Natürlich hatten er und seine Mädels sich deutlich mehr ausgerechnet, doch wusste man in Essen um die Heimstärke der Borkener, welche die Mergelsberg-Sporthalle wieder zusammen mit ihrer Helfer-Crew in einen Hexenkessel verwandelten. Mit 247 lautstarken und anschließend ausgelassen feiernden Fans konnte Borken im fünften Heimspiel einen Zuschauerrekord in dieser Saison vermelden – auch wenn die Zahlen nicht vergleichbar sind mit den rund 1.100 Fans in der Meisterschaftssaison. Die Angst der Menschen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus ist aktuell verständlicherweise sehr präsent, sodass viele Fans derzeit gerne den Videostream von Sport1 extra nutzen.

Skurios-Borken
© Thomas Hacker

Dominanz der Heimmannschaft

Alle Borkener Fans, egal ob in der Halle oder als Zuschauer per Stream, rieben sich im ersten Satz verwundert die Augen über die Dominanz der Heimmannschaft. Borken zog sogleich davon und baute seinen Vorsprung scheinbar mühelos immer weiter aus. Nach einem zwischenzeitlichen 5:2 hieß es schnell 10:3 und zur zweiten technischen Auszeit trennten beide Mannschaften beim 16:6 bereits zehn Zähler. Komfortable 13 Satzbälle spielten sich die Skurios Volleys am Ende des Satzes heraus und konnte den ersten sogleich zum 25:11-Endstand verwandeln. „Wir haben super wenige Eigenfehler gemacht“, staunte dann auch Co-Trainerin Lena Nelke. Mit präzisen Aufschlägen setzte die Heimmannschaft den Gegner unter Druck, „daher haben wir alles erfüllt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Zehn Satzbälle

Zu Beginn des zweiten Satzes schien es, als dass die Essener Spielerinnen aufgewacht wären. Keine Mannschaft konnte sich in der Anfangsphase absetzen. Doch dann zeigte sich schnell, dass Borken aktuell weitaus druckvoller und konstanter spielt. Als Essens Coach Marcel Werzinger seiner erste Auszeit nahm, hieß es bereits 20:11, Erfolg aber brachte dies nicht. Zehn Satzbälle gaben den Skurios Volleys viel Sicherheit und bereits der erste saß – Borken gewann deutlich mit 25:14.

Nahezu personell unverändert gingen beide Mannschaften in den dritten Satz, der Borkens Coach Chang Cheng Liu dann aber überraschte. Essen agierte druckvoll, brachte plötzlich mit seinen Aufschlägen Borkens Annahme und Abwehr ins Schwimmen und zog sogleich davon. Schnell hieß es 4:8 und nach einer 3-Punkte-Serie Essens sogar 5:11.

Punkterückstand abzubauen

Die Skurios Volleys aber kamen endlich besser ins Spiel und schafften es schließlich den Punkterückstand abzubauen. Essens Coach nahm beim 20:20-Zwischenstand seine zweite Auszeit, die aber wirkungslos verpuffte. Mit einem starken Endspurt und sechs Zählern in Folge gewann Borken schließlich bereits um 20-38 Uhr auch diesen Satz mit 25:20, sodass die drei Punkte in Borken bleiben. Da zeitgleich die BayerVolleys im rheinischen Derby auswärts beim DSHS SnowTrex Köln unerwartet deutlich mit 3:0 verloren, konnten die Skurios Volleys ihre Tabellenführung weiter ausbauen. Zwar hat Leverkusen aktuell ein Spiel weniger absolviert, Borken führt als Liga-Primus aktuell aber mit einem Abstand von sechs Punkten die Tabelle an.

Kleiner Hänger

Groß war nach dem Spiel auch die Freude bei Mittelblockerin Jana Röwer, die ihre zweite goldene MVP-Medaille in dieser Saison errang. Die silberne Medaille ging an Essens Außenangreiferin Alisha Ossowski. Mit Blick auf das nächste Heimspiel in nur einer Woche gegen des SCU Emlichheim, gilt es für Borken nun darum, besonders im dritten Satz mehr Konstanz zu zeigen. „Den kleinen Hänger im dritten Satz kennen wir ja“, meinte Co-Trainerin Lena Nelke. „Daran arbeiten wir auch dran.“ An einer Sache aber können die Mädels der Skurios Volleys nicht direkt Einfluss nehmen – auf die Lieferzeit ihrer verdienten Pizza. Da sie am Samstag so schnell fertig waren, mussten sie doch weit länger darauf warten als ursprünglich geplant – richtig böse aber dürfte wohl niemand deswegen gewesen sein.

Vorheriger ArtikelRaesfeld – Unfallflucht Zeugen gesucht
Nächster ArtikelCorona: Die aktuellen Fallzahlen in Deutschland und weltweit
avatar
Petra Bosse (alias celawie) Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here