„Kinder schreiben immer schlechter“ beklagen Experten der Schreibforschung, Eltern und Lehrkräfte aller Schulformen. Hauptsächlich werden Defizite bei der Feinmotorik und Schreibausdauer („verkrampfte Hand“) festgestellt.

Die Sponsoren Sandra Hülsdünker (Förderverein) Michael Weddeling, Vorstand Volksbank Erle und Jasmin Glöckner (Förderverein) (v. l.) freuen sich, dass der neue Kicker von den Grundschülern so gut angenommen wird.
Die Sponsoren Sandra Hülsdünker (Förderverein) Michael Weddeling, Vorstand Volksbank Erle und Jasmin Glöckner (Förderverein) (v. l.) freuen sich, dass der neue Kicker von den Grundschülern so gut angenommen wird.

An der Silvesterschule Erle begegnet man diesem Problem u. a. mit der Einrichtung einer Score On Tischhockey-AG, die jeden Dienstag stattfindet.
Bei diesem neuartigen Sportspiel werden je Team 6 Spielerfiguren einzeln über einen Führungsstab bewegt. Dieser Führungsstab reicht durch eine Führungsbahn in der Spielgrundplatte hindurch und kann unterhalb der Spielfläche gegriffen, geführt und zwecks Torschuss‘ oder Zuspiels gedreht werden. Die Griffstangen haben einen ähnlichen Durchmesser wie etwa ein Schreibgerät. Für das Greifen einer Spielfigur wird eine ähnliche Handmotorik gefordert wie für das Führen eines Schreibstiftes.

Mit finanzieller Unterstützung durch die Volksbank konnte das Score On Tischhockeyspiel angeschafft werden und wird nun vom Förderverein der Silvesterschule überreicht.
Grundschullehrerin Dagmar Pfefferkorn, seit Jahren selber begeisterte Tischhockeyspielerin, hatte das Spiel der Schulleitung und dem Kollegium vorgestellt:
„Aus eigener langer Erfahrung mit dem Spiel weiß ich, wie viel feinmotorisches Geschick und Koordination es fordert und fördert. Wie beim Schreiben muss auf Krafteinsatz verzichtet werden. Auch motorisch sehr lebhafte Kinder lernen hier: `Nur mit Geschick und Übung erziele ich Erfolge.` Jedes Turnier mit Einzel-, Doppel-, Dreier- oder sogar Viererteams bringt immer sehr viel Spaß, Spannung und schöne Teamerlebnisse. Da es ausschließlich im Sitzen gespielt wird, eignet es sich auch bestens zur Inklusion.“

Das Tischhockeyspiel durfte an der Schule fünf Tage kostenlos getestet werden. Die Schüler nahmen das Spiel begeistert an, und schon bald entstanden rasante Spielzüge und satte Torschüsse. Der große Anklang überzeugte schließlich die Verantwortlichen zum Kauf.

Da das Spiel auf jeden Schultisch passt, kann es problemlos und flexibel umgestellt und genutzt werden, z.B. auch in Freiarbeitsphasen und Phasen der Tagesplanarbeit. Auf Klassenfahrten, Klassen- und Schulfesten wird dieses Tischhockeyspiel in Zukunft sicher auch häufiger genutzt werden.
Vielleicht ja auch von anderen Schulen, denen Dagmar Pfefferkorn gerne für diesbezügliche Informationen und Erfahrungen zur Verfügung steht.

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