Kreisbrandmeister Johannes Thesing gibt Tipps zum Umgang mit Raketen, Böllern & Co.
Dass Feuerwerkskörper nur unter freiem Himmel gezündet werden dürfen, ist klar. Johannes Thesing rät aber auch, Wunderkerzen nur draußen in Brand zu setzen. „Kinder beispielsweise lassen aus Schreck schon einmal eine brennende Wunderkerze fallen, wenn die Funken nah an der Hand sprühen.“ Wenn dann brennbare Dekomaterialien oder ein trockener Tannenbaum in der Nähe sind, kann es schnell zum Feuer kommen.
Für den Start von Böllern und Raketen sollten sich die Feiernden eine sichere Startposition aussuchen, die auch weit genug von Menschen und Tieren entfernt ist. Raketen sollten stets senkrecht starten, am besten aus einer Flasche, die in einer leeren Getränkekiste steht. Immer wieder erfahren die Feuerwehrleute, dass beim Böllern in der Silvesternacht der Übermut regiert. „Wer Raketen abfeuert, muss darauf achten, dass sie anschließend auf unbebauter Fläche und auch nicht auf Autos landen“, so Thesing. „Auch die kleinsten Knallkörper können für schwere Verletzungen sorgen.“
Fenster sollten während des Trubels auf der Straße geschlossen bleiben und Blindgänger macht man am besten unschädlich, indem man sie in Wasser taucht. Auf Nummer sicher geht, wer einen Feuerlöscher oder zumindest einen Eimer Wasser für den Fall der Fälle parat hat. „Und wenn doch einmal ein Feuerwerkskörper Schaden anrichtet, sollten die Bürgerinnen und Bürger nicht zögern, Feuerwehr und Rettungsdienst über die Notrufnummer 112 zu alarmieren“, rät der Kreisbrandmeister.
Die Leitstelle der Feuerwehr im Borkener Kreishaus weiß, dass in der Silvesternacht besonders viele Meldungen eingehen und stockt ihr Personal deshalb bewusst auf. „Man kann die Uhr danach stellen – um kurz nach zwölf geht es richtig los“, berichtet Egbert Gördes, Abteilungsleiter im Fachbereich Sicherheit und Ordnung. „Dann sind die Rettungsfahrzeuge fast pausenlos im Einsatz. Und nicht selten müssen Verletzte auch zu Augenkliniken gefahren werden.
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