Der größte Büchermarkt in NRW

Raesfeld. Im historischen Ambiente öffnet der Büchermarkt von Raesfeld am Sonntag, 11. August, von 11 bis 18 Uhr seine Pforten: „Es ist der größte in Nordrhein-Westfalen“, sagt Rainer Heeke aus der Bücherstadt Bredevoort. Der größte neben dem Büchermarkt auf der Kö in Düsseldorf.

Büchermarkt Raesfeld 2019
Erlebnis Büchermarkt Raesfeld 2019: Stephanie Grohn, Hans Brune, Rainer Heeke und Diana Brömmel (v. 9.).

Der Organisator ist selbst Antiquar und hat eine Rarität mitgebracht: Einen alten Atlas aus dem Jahr 1845. Seinen neuen Lieblingsfund stellt er auf dem 14. Büchermarkt für neugierige Entdecker alter Schätzchen aus.

Das Repertoire bietet eine hohe Qualität für Sammler wie auch Leseratten. Vom spannenden Krimi bis hin zur neuen Literatur: für jeden Geschmack ist sicher ein alter, neuer Schatz dabei.

74 Aussteller

Mittlerweile hat die Branche ein Problem: Antiquare finden kaum jüngeren Nachwuchs, der sich für antiquarische Bücher interessiert. „Es gab immer mal solche und solche Zeiten.

Das ändert sich auch wieder“, hofft Heek. Doch noch zeigen 74 Aussteller ihre alten Schätzchen: „Es gibt immer wieder Anfragen – und wir haben eine Warteliste“, sagt Heek.Besucher können entspannt über den Markt schlendern und schmökern.

Musikalische Untermalung

Ein Salonorchester, genauer ein Balalaika-Trio aus Weißrussland, spielt hochvirtuose Musik mit Bass, Balalaika und Akkordeon. So hat das Trio in St. Petersburg studiert und sorgt gekonnt für musikalische Untermalung.

Eine weitere Besonderheit: Antiquar und Aussteller Peter Schauerte-Lüke hat neben seiner Leidenschaft für Bücher auch einen Faible für das Schattentheater.

Kurze Aufführungen

So bringt der Schattentheaterspieler- und Regisseur ein Repertoire seiner Figuren mit, baut sie auf dem Markt auf und präsentiert kurze Aufführungen. Angefangen bei der klassischen Oper bis hin zu Goethes Faust. Ort hierfür ist der Sterndeuterturm.

Für Kinder gibt es ein ganz besonderes Highlight. Autorin Annette Langen liest ihnen um 11 Uhr im Rittersaal Geschichten von Felix, dem Hasen, vor.

Büchermarkt Schloss Raesfeld
Foto: Archiv P. Bosse

Kinder an Bücher heranführen

Die beliebte Kinderbuchreihe der Autorin wird 25 Jahre alt und hat schon viele Generationen begleitet. Sie konnte dank der Unterstützung vom Coppenrath-Verlag gewonnen werden. „Mit der Lesung wollen wir Kinder an Bücher heranführen“, erläutert Diana Brömmel vom Ortsmarketing Raesfeld.

Sie betont, dass der Büchermarkt in diesem Jahr offener gestaltet wird. „Wir haben nicht mehr Stände, aber haben alles ein wenig aufgelockert“, sagt sie. So werden die Fluchtwege größer sein, damit im Fall der Fälle die Rettungsfahrzeuge besser hindurchkommen können.

Händlerfrühstück

Alleinstellungsmerkmal des Marktes ist wohl das Händlerfrühstück, zu dem der Heimatverein Raesfeld von 7 bis 11 Uhr einlädt. Hier gibt’s diesmal frische Brötchen statt Kuchen.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass das Wetter stimmt: „Mit der Hitze werden wir fertig. Regen is dat Grausen“, meint Brömmel weiter. Vor allem für antiquarische Bücher.

Historische Schätze

Seit Jahren erweist sich der Büchermarkt als Publikumsmagnet. Zum 14. Mal lädt er am Sonntag, 11. August, von 11 bis 18 Uhr zum Schloss Raesfeld ein – und wird historische Schätze offenbaren.

Vom Buchbinder, der sein Handwerk präsentiert bis hin zur alten Münze. Doch nicht zuletzt macht es auch die Akademie Schloss Raesfeld möglich, die den Organisatoren den Platz für den Markt zur Verfügung stellt: „Ein dickes Dankeschön“, sind sie sich einig.

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Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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