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Sabrina Corzillius: Eine engagierte Schulsozialarbeiterin im Dienst der Gemeinde Raesfeld

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Sabrina Corzillius mit Vertrauens-Äffchen ist Ansprechpartnerin für unterschiedliche Probleme. Foto: Petra Bosse

Ein Jahr voller Unterstützung, Beratung und Präsenz für Kinder und Eltern. Sabrina Corzillius, geboren in Oberhausen und heute in Borken ansässig, ist eine erfahrene 38-jährige Diplom-Sozialpädagogin und Schulsozialarbeiterin.

Seit einem Jahr arbeitet sie mit viel Engagement in der Gemeinde Raesfeld, genauer gesagt in der St. Sebastian Grundschule. Mit einer halben Stelle ist sie dort an fünf Schultagen in der Woche die erste Ansprechpartnerin für Kinder und Eltern bei kleinen und großen Problemen.

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Mit einer halben Stelle ist die Diplom-Sozialpädagogin und Schulsozialarbeiterin an fünf Schultagen in der Woche Ansprechpartnerin für Schüler und Eltern. Foto: Petra Bosse

Engen Kontakt zu Schülern und Eltern

„Seit ich hier bin, habe ich einen engen Kontakt zu den Grundschülern und ihren Eltern aufgebaut“, berichtet Sabrina Corzillius. Obwohl die Gemeinde Raesfeld einen niedrigen Sozialindex von 1 aufweist, gibt es dennoch viele Themen, mit denen die Kinder, Eltern und Familien ihr Büro aufsuchen. Scheidung und schulische Herausforderungen sind nur einige Gründe dafür.

Auch die Kinder selbst wenden sich häufig an sie, wenn es im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof zu kleinen oder größeren Streitigkeiten kommt, sei es körperliche Gewalt oder verbale Beschimpfungen, erzählt Corzillius. Sie ist jedoch nicht nur für die Kinder da, sondern auch für die Eltern.

Unterstützung von Schülern bei der Lösung von Konflikten

Dazu gehören auch die Eltern von etwa 15 Jungen und Mädchen aus der Ukraine. Die Probleme hier sind vielfältig und reichen von kulturellen Unterschieden bis hin zu einer erziehungsmäßig anderen Herangehensweise seitens der ukrainischen Eltern, die eher auf strenge Maßnahmen setzen, statt auf viele Worte.

Um den Dialog zu fördern und diese Herausforderungen anzugehen, hat Sabrina Corzillius ein „Eltern-Café“ ins Leben gerufen, das großen Anklang findet. Das Café bot unter Beteiligung von Schulleiter Thomas Schlüter und Nicole Höbing von der Gemeinde eine Plattform für die Beantwortung zahlreicher Fragen.

Büro ist schnell erreichbar

Damit sie für alle Probleme als Anlaufstelle schnell erreichbar ist, hat Corzillius von Anfang an darauf geachtet, ein Büro im Erdgeschoss zu bekommen. Diese strategische Entscheidung ermöglicht es ihr, während der Schulzeit für Kinder leicht zugänglich und verfügbar zu sein. So freue sie freuen auch darüber, wenn die Jungen und Mädchen einfach nur vorbeischauen, um „Hallo“ zu sagen oder ihre Wochenenderlebnisse zu erzählen. „Das schafft Vertrauen und zeigt, dass ich für sie da bin.“

Thema Mobbing an Schulen

Während Mobbing in größeren Städten ein erhebliches Problem darstellt, ist es an der Sebastianschule in Raesfeld weniger schwerwiegend, aber auch vorhanden.

Ein wöchentliches Sozial-Training für die Viertklässler hat sich als hilfreich erwiesen, um dem Thema Mobbing entgegenzuwirken. Corzillius betont, dass sie dieses Angebot im nächsten Schuljahr gerne in jeder vierten Klasse in den fünften und sechsten Schulstunden durchführen möchte.

Die Grundschule hat rund 350 Kinder, und Eltern können sich jederzeit an sie wenden, wenn sie feststellen, dass ihr Kind gemobbt wird. „Es gibt aber auch sehr aufmerksame Kinder- und Klassenleitungen hier, die darauf achten“, fügt sie hinzu. „Manchmal nehmen sich die Kinder sogar gegenseitig an die Hand und kommen zusammen zu mir ins Büro. Das ist nicht überall so und zeigt, dass hier noch ein Gespür für die Bedürfnisse des anderen vorhanden ist, getreu dem Motto: Aufeinander achten.“

Schüler durch Projekte stärken

Ein Projekt, das ihr sehr am Herzen liegt, ist das Präventionsprogramm „Mut tut gut“, das sie drei Tage lang mit Stephanie Reisige in den dritten Klasse durchführte.

Im Laufe ihres ersten Jahres habe sie festgellt, dass die Schule mit einer Vielzahl gebündelter Herausforderungen konfrontiert ist, darunter familiäre Probleme aufgrund einer Scheidung, Sorgerechtsstreitigkeiten und Lernschwierigkeiten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schulstunden. Als Schnittstelle zwischen Gemeinde, Schulverwaltung, Jugendhilfe und Beratungsstellen wie der Caritas Borken fungiert Corcillius als zentrale Anlaufstelle, bietet Unterstützung und entwickelt zielgerichtete Strategien.

Blick in die Zukunft

Mit Blick auf das kommende Schuljahr, wird ihre Arbeitsbelastung angesichts der 50 Beratungsgespräche, die sie bereits mit Kindern und Eltern hatte, voraussichtlich nicht weniger werden.

Im kommenden Schuljahr möchte Sabrina Corzillius das Thema Sicherheit im Internet und in den sozialen Medien verstärkt in den Fokus nehmen. Sie betont: „Es liegt mir persönlich sehr am Herzen, Eltern bei der Aufklärungsarbeit zu unterstützen. Früher bekamen Kinder zur Kommunion ein Fahrrad geschenkt, heute ist es ein Smartphone. Eine fundierte Aufklärung ist daher unerlässlich.“

Streitschlichter AG

Zusätzlich plant sie gemeinsam mit Stephanie Reisige einen Kursus in Mediation und Konfliktlösung zu absolvieren, um einen Streitschlichter AG an der Schule zu begründen. Sabrina Corzillius erklärt: „Kinder in die Selbstwirksamkeit zu führen, kann gar nicht früh genug beginnen.“

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