Rund ums Berufsleben – Informationen für Schulabgänger

RAESFELD. Was erwartet mich nach meiner Schulentlassung? In wenigen Monaten starten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen nach ihrem Abschluss in ein neues Leben.

Im Rahmen auf den Schritt ins Berufsleben fanden in der Alexanderschule Projekttage sowie ein informativer Vormittag im Sitzungssaal im Rathaus mit Schulleiter der Alexanderschule Matthias Stroetmann, Gregor Feldhaus, Ausbildungsberater der IHK Westfalen, Christoph Bruns von der Kreishanderkerschaft Borken, Bernadette Finke von der Agentur für Arbeit und Bürgermeister Andreas Grotendorst statt. Informationen zu Versicherungen, Weiterbildung, Kontoführungen, sowie alle Fragen, die den Schülern unter den Nägeln brannten, konnten an diesem Dienstagvormittag ausgiebig besprochen und diskutiert werden.

Rede und Antwort standen den zukünftigen Schulabgängern Gregor Feldhaus (IHK Westfalen), Bernadette Finke (Arbeits Agentur Borken), Schulleiter Matthias Stroetmann und Christoph Brunds Kreishandwerkerschaft Borken (v. l.).

Lehrstellen im Handwerk beliebt

Insgesamt 79 Schülerinnen und Schüler (23 aus der Realschulklasse) werden 2017 entlassen. Nicht jeder der jungen Leute weiß heute schon, was er werden möchte. „Von der Tendenz her aber möchten die Jungs hauptsächlich eine Lehrstelle im handwerklichen Beruf ergreifen. Die Mädchen möchte lieber weiter zu Schule gehen“, so Matthias Stroetmann.

Erfreulich sei, so Stroetmann, dass knapp die Hälfte der Abgänger schon eine Lehrstelle habe. „Daran merken wir, welch ein großer Fachkräftemangel in den Betrieben herrscht. Die Auszubildenden hier sind sehr gesucht“, ergänzt Stroetmann. Fakt ist, was Christoph Bruns bestätigte, dass das Handwerk immer noch beklagt, dass viele Handwerksberufe in den Familien nicht bekannt sind.

Grund dafür sei, so Bruns, dass der Zusammenhang Arbeits- und Familienwelt nicht mehr so stark ist wie in früheren Zeiten. „Viele Betriebe liegen außerhalb von Gemeinden und Städten, und es gibt nur selten Gelegenheit von Eltern und Kindern, diese Arbeitswelt kennenzulernen“, so Christoph Bruns.
Darüber hinaus besteht immer noch der Trend, dass Mädchen soziale Berufe bevorzugen. „Wir versuchen durch Informationen, diesen Trend umzukehren und Mädchen für Handwerksberufe zu begeistern“, sagt Bruns.
Umso wichtiger sind deshalb solche Informationsveranstaltungen von Schulen, meint Bürgermeister Grotendorst. „Die Jugendlichen sind in einer Berufsfindungsphase. Ich habe gemerkt, dass viele häufig noch gar nicht wissen, für welchen Beruf sie sich entscheiden sollen“, so Grotendorst. Grund für ihn, dass er deshalb besonders am heutigen Tag mit dazu beitrug, den Schulabgängern die Berufswahl zu erleichterten und die Informationen, die auf sie zu kommen könnten, wenn sie sich schon für einen Beruf entschieden haben, weiterzugeben. Petra Bosse

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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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