Reinhard G. Nießing ist der neue Vorsitzende des FDP Ortsverbandes Raesfeld. Bei den Wahlen im Oktober erhielt er 18 von 25 Stimmen.

Er tritt die Stelle von Dieter Angermann an, der bereits im Mai aus beruflichen und privaten Gründen seinen Rücktritt erklärte.

Der neue FDP-Ortsverbandvorstend: Marion Gehle (Schatzmeister/in), Bastian Nitsche (FDP-Kreisvorsitzender ), Harald Ubert (Beisitzer), Margitta Ubert (stell. Vorsitzende), Jasmin Nießing (Schriftführerin), Reinhard G. Nießing (Vorsitzender)
Tobias Nießing (Beisitzer), Alexander Drexler (Beisitzer), Christoph Stephan (Beisitzer), Christian Becker (Beisitzer) und Bastian Welsing (Beisitzer)Foto: FDP.

Fünf Fragen an Reinhard G. Nießing

Reinhard G. Nießing ist lange Zeit in Raesfeld politisch aktiv gewesen. Damals noch in der CDU, jetzt als Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Raesfeld.

 

Am 15. Oktober haben die Wähler und Wählerinnen in Deutschland für einen politischen Wechsel gestimmt. Was aber war  für den ehemaligen CDU´ler ausschlaggebend für seinen politischen Wechsel? Wir wollten es wissen.

Wie kommt man von der CDU in einem neuen Ortsverein der FDP und ist jetzt neuer 1. Vorsitzender?

Das ist wie bei einem Fahrzeugwechsel, salopp formuliert: Kommt man mit dem einen nicht mehr zurecht, dann muss man in Folge dessen die Marke wechseln. Aber, ernsthaft geantwortet:
Ich habe „meinen Posten im politisch übertragenen Sinne“ nicht verlassen und war immer auch gerne bereit, Haltung einzunehmen und Position zu beziehen. Leider musste ich im Laufe der Zeit feststellen, dass sich die Fronten längst verschoben hatten und ich somit auf „verlorenem Posten“ die Stellung gehalten habe. Und im Übrigen: Demokratie lebt vom Wechsel und ein Partei-Vorsitzender wird mittels geheimer Wahl, anlässlich eines Ortsparteitages gewählt.

Warum braucht Raesfeld diesen neuen Ortsverein der FDP?

Raesfeld — verbunden sind damit selbstverständlich immer auch die Gemeindeteile: Erle, Homer, und ein Teil des ehemals nördlichen Overbeck — braucht schon deshalb einen neu gegründeten FDP-Ortsverband, damit wieder lebhaft diskutiert und gerungen wird, in der „politischen Arena“. Damit die besten Konzepte, tragbare Kompromisse und optimale Ergebnisse, zum Wohle unserer Gemeinde erzielt werden.
Unsere politische Diskussions- und Streitkultur scheint allerdings in Teilen derart schematisch zu sein, dass Probleme, die nach allgemeinen Empfindungen welche sind, nicht wirklich offen besprochen werden. Das stumpf die Bürgerinnen und Bürger auf nachhaltige Weise ab. Ja, sie wenden sich ab.
Wir sollten uns insbesondere im Interesse unserer jungen Menschen noch mehr ins Zeug legen und ihnen ein politisches Forum bieten, ein Mitspracherecht einräumen, uns mit Ihnen auseinandersetzten, sie für politische Vorgänge sensibilisieren und gewinnen. Ihnen, der jungen Generation, gehört die Zukunft.

In NRW gibt es ein neues Bündnis. Wie stehen Sie dazu?

Schwarz-gelb ist das Beste was als Konsequenz aus dem Wahlergebnis der NRW-Landtagswahl gemacht werden konnte. Gelb-schwarz wäre mir noch lieber gewesen, allerdings, das muss ich einräumen, ist unrealistisches Wunschdenken.

Die Bundestagswahlen sind vorbei. Rechnen Sie mit einer Jamaika – Koalition?

Ich kann nur hoffen, dass sich alle vier Parteien sehr darum bemühen ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Sie haben nur diese einmalige Chance, ein „Jamaika-Bündnis“ auf Bundesebene hinzukriegen. Diesen einen Schuss — und der muss sitzen. Sollte es, aus welchen Gründen auch immer, nicht dazu kommen, dann werden sie bei der nächsten Bundestagswahl die Quittung erhalten.

Wenn Sie alleine entscheiden könnten, wie und von wem sollte Deutschland dann regiert werden?
Durch eine Koalition aus der Mitte des politischen Spektrums: Einer starken Regierung, die sich einer starken Opposition stets bewusst sein sollte.

von
Petra Bosse

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