StartGemeinde RaesfeldRat beschließt erweitertes Vorkaufsrecht von Grundstücken

Rat beschließt erweitertes Vorkaufsrecht von Grundstücken

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Der Rat der Gemeinde Raesfeld hat ein erweitertes Vorkaufsrecht beschlossen. Damit will die Kommune Flächen in den Ortskernen von Raesfeld und Erle gezielt für die städtebauliche Entwicklung sichern. Grundlage ist das Dorfentwicklungskonzept.

Vorkaufsrecht Raesfeld für zentrale Flächen

Mit der neuen Vorkaufsrechtssatzung kann die Gemeinde künftig beim Verkauf von Grundstücken bevorzugt zugreifen. Ziel ist es, städtebauliche Vorhaben besser umsetzen zu können.

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Der Beschluss fiel in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Die Verwaltung sieht darin ein wichtiges Instrument, um die Entwicklung der Ortskerne aktiv zu steuern.

Verwaltung sieht öffentliches Interesse als Voraussetzung

Erster Beigeordneter Martin Tesing erklärte, dass die Gemeinde das Vorkaufsrecht nicht pauschal nutze. Voraussetzung sei stets ein öffentliches Interesse. Wörtlich sagte er: „Wir werden jeden Fall darauf genau prüfen, um zu wissen, was wir damit machen wollen“. Zudem betonte er: „Es nützt uns nichts, wenn wir in der Planung sind und dann nicht auf die dazu benötigten Grundstücke zugreifen können“.

Teil eines langfristigen Entwicklungskonzepts

Die Gemeinde arbeitet seit 2015 an einem integrierten kommunalen Entwicklungskonzept für Raesfeld, Erle und den Bereich der Schlossfreiheit. Das Vorkaufsrecht soll helfen, die darin formulierten Ziele schrittweise umzusetzen.

Nach Angaben der Verwaltung ist ein solches Vorgehen nicht ungewöhnlich. Auch andere Kommunen wie Velen oder Heiden nutzen vergleichbare Regelungen bei Bebauungsplänen.

Fokus auf Ortszentrum Raesfeld

Im Ortskern von Raesfeld konzentrieren sich viele Planungen auf den Bereich rund um die Kirche St. Martin sowie die angrenzenden Geschäftsstraßen. Dazu zählen unter anderem Ahornpfad, Leinenweberstraße und die Straße Am Rathaus.

Das Zentrum hat sich in den vergangenen Jahrzehnten Richtung Westen erweitert, unter anderem durch das Rathaus und das Nahversorgungszentrum südlich der Bundesstraße B 70.

Auch das Umfeld der Kirche St. Silvester rückt in den Fokus. Dort sieht die Gemeinde gestalterische und bauliche Defizite. Gleichzeitig befinden sich hier wichtige Einrichtungen wie Pflegeangebote und das Pfarrheim.

Luftbild Erler Dorfmitte
Erler Dorfmitte. Foto: RGN

Entwicklung in Erle geplant

Auch im Ortskern von Erle sind mehrere Maßnahmen vorgesehen. Eine zentrale Rolle spielt das Umfeld der Femeiche, die als Wahrzeichen des Dorfes gilt.

Geplant ist unter anderem, die Verbindung zwischen Femeiche und Dorfmitte zu verbessern. Zudem soll der Kirchplatz neu gestaltet und besser angebunden werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Schermbecker Straße. Sie wird bislang als trennendes Element im Ortskern wahrgenommen. Hier sollen Maßnahmen folgen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und eine geordnete wohnbauliche Entwicklung zu ermöglichen.

Neue Dorfmitte und Dorfgaststätte

Im Bereich der sogenannten „Neuen Dorfmitte Erle“ sind weitere Projekte geplant. Auf dem Gelände einer ehemaligen Hofstelle soll unter anderem eine genossenschaftliche Dorfgaststätte entstehen.

Auch die Kornbrennerei Böckenhoff bleibt ein wichtiger Anziehungspunkt im Ort. Die geplanten Maßnahmen sollen die bestehenden Strukturen stärken und besser miteinander verknüpfen.

Ziel: Entwicklung aktiv steuern

Mit dem erweiterten Vorkaufsrecht will die Gemeinde Raesfeld ihre städtebaulichen Ziele langfristig absichern. Flächen in zentraler Lage können so gezielt entwickelt werden, bevor sie anderweitig genutzt werden.

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