Die neuen Konsolenspiele „Playstation“ und „XBox“ halten in der Raesfelder Bücherei Einzug und werden offiziell am Sonntag, 23. 8. den Besuchern vorgestellt.
Mit der Möglichkeit des gemeinsamen Spielens wird nun das Angebot, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und gemeinsam Spaß zu haben, in der Bücherei erweitert. „Gaming ist nicht nur einsames Zocken in einem dunklen Raum zu Hause. Spielen und Lernen gehören zusammen und strategisches Denken, Merk- und Koordinationsfähigkeit, Kommunikation, Teamfähigkeit und Ausdauer sind nur einige Faktoren, die beim Spielen gefördert und geschult werden“, so Jutta Weber.
Bereits im August 2014 beschäftigte sich Jutta Weber mit den Gedanken, in der Bücherei eine Gaming-Ecke einzurichten.

„Es war an der Zeit, dass wir neben der altbewährten Bücherausleihe etwas Neues in unserer Bücherei angebieten. Laut einer Studie des „Bundesinstitut interaktiver Unterhaltungsindustrie (BIU)“ spielt mehr als jeder dritte Deutsche regelmäßig digitale Spiele, wobei das Durchschnittsalter bei 32 Jahren liegt. Gaming gehört somit zur alltäglichen kulturellen und gesellschaftlichen Lebensrealität“, erklärt Büchereileiterin Jutta Weber.
Deshalb werden mit Sicherheit neue Spiele, aber auch Klassiker wie Lego Games, Super Mario und „Need for Speed“ sowie Spiele mit „USK 16 Jahre“ in der Raesfelder Bücherei angeboten werden. „Wir wollen mit den Spielen nicht nur Kinder und Jugendliche erreichen, sondern auch Spieler im Alter zwischen 16 und 32 Jahren, die damit groß geworden sind, sowie die ältere Generation“.
Mit der Zeit gehen und nicht nur im Spielebereich, darauf setzt Jutta Weber. Denn eine starke Kokurrenz, was die Buchausleihe anbelangt, hat die Bücherei in den letzten Jahren durch Onilineanbieter bekommen. So wurde der Sachbuchbestand stark reduziert. „Onlineanbieter können alle Bücher digital deutlich schneller und komfortabler, als es Büchereien können, anbieten. Beschränkt durch Ressourcen und Arbeitskraft sind diese eine absolute Konkurrenz für uns“. Kein Wunder also sei es, dass Leute, die etwa Informationen zum Beispiel über Mietrecht benötigen, diese online beziehen und nicht mehr in die Bücherei kommen. Dennoch seien Bibliotheken immer noch ein Treffpunkt, in denen Menschen sich wohlfühlen und entspannen können. „Ich bin nach wie vor eine Verfechterin vom geschriebenen Wort und alten Büchern. Es gibt nichts Schöneres, als der Geruch von alten Büchern, der mich ein wenig an Muskatnuss erinnert. Deshalb werde ich immer zuerst zu einem Buch greifen“, sagt Jutta Weber, die darüber hinaus E-Book-Reader als eine gute Ergänzung, aber nicht als Konkurrenz zum Buch ansieht. Petra Bosse
Unser Gaming-Projekt
Die Büchereien aus Borken, Geldern, Lüdinghausen, Ochtrup und Raesfeld haben sich zu einem gemeinsamen Gaming-Projekt zusammen gefunden.
Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Familie, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.



























