Seit einiger Zeit ist Regung ins alte Pfarrheim gekommen. Mit einem Osterbasar am 6. April wollte die Initiativ-Gruppe, die sich für den Erhalt des Pfarrheims einsetzt, Geld in die Kasse bekommen. Doch der Pfarreirat beschloss in einer Sondersitzung, seine Zustimmung dafür nicht zu geben.
Seitdem hängt der Dorfsegen in Erle schief. Erhitzt sind die Gemüter seit einer Bürgerversammlung im Pfarrheim vergangene Woche, in der auch Pastor Michael Kenkel als Vertreter der Kirche den Osterbasar im Pfarrhaus untersagt hat.
On einer zweiseitigen Stellungnahme, die am Wochenende in der Kirche auslag, stellte Kenkel Fakten dar, die von der Initiativgruppe verschwiegen würden.
So nimmt er in diesem Schreiben Stellung insgesamt zu neun Punkten, angefangen von der „Initiativ Gruppe , zu der angelaufenen Unterschriftenaktion für den Erhalt des Pfarrheims, bis hin zu den Renovierungskosten.
Auch die Absage des Osterbasars der Initiativgruppe wird darin begründet. „Da die Kirchengemeinde in der Fastenzeit bereits drei verschiedene Aktionen hat, die sich nach den Gottesdiensten in der Fastenzeit mit Ausstellungen und Lebensmittelverkauf befassen, die allesamt für Menschen in Not sind, möchte die Kirchengemeinde hier keine Konkurrenz. Aktionen für unseren Luxus dürfen nicht zu Lasten von Aktionen für Menschen in Not gehen“.
Vermischung wird befürchtet
Eine gemeinsame Aktion seit von den Veranstaltern geprüft und überwiegend abgelehnt worden, da man eine Vermischung von Spendenzwecken befürchet habe. „Dritte-Welt-Projekte hätten also nicht stattgefunden, wenn der Basar für das Pfarrheim stattfinden würde“, so Kenkel in seiner Stellungnahme.
„Beim Kirchtumbau sind wir auch ganz klein angefangen, ohne in Konkurrenz zu gehen“, so Hedwig Rentmeister. Gemeint sind hier die vielen Aktionen zugunsten eines neuen Helms für die St. Silvesterkirche. „Als wir damals Pastor Barlage fragten, ob wir für einen Turm so viel Geld ausgeben dürfen, wo es, doch soviel Elend in der Welt gibt, lautete seine mittlerweile bekannte Antwort: Das Eine tun, und das Andere nicht lassen. Warum geht das in diesem Falle nicht“, so Ingrid Horstmann. „
Da Kenkel im Urlaub für eine Stellungnahme nicht erreichbar ist, verteidigte Stephan Büsken, stellv. Vorstand im Verwaltungsausschuss der Gemeinde, den Entschluss der Kirchengemeinde. „Wäre diese Veranstaltung terminlich abgespalten von den weiteren Aktionen an diesem Tag wie, Dritte Welt Laden oder Misereor, die es schon seit Jahr und Tag gibt, wäre das keine Konkurrenz“. Eine zeitgleiche Planung einer kirchlichen Aktion und einer Aktion der Initiativ-Gruppe, deren Gelder vom Heimatverein verwaltet werden, an einem Tag in einem Gebäude „passe einfach nicht“.
„Es ist sicherlich schwer zu unterscheiden, wenn man dreimal die gleichen Kerzen verkaufen würde, für welchen Zweck diese denn dann überhaupt bestimmt sind“, setzte Büsken hinzu. Er habe aber grundsätzlich auch Interesse daran, das Haus zu erhalten. „Aber wir können keine Gelder annehmen, die von uns nicht verwaltet werden“, so Büsken mit Blick auf das Konto der Initiativ-Gruppe, welches vom Heimatverein verwaltet wird.




























