Jugendhausteam lässt niemanden allein

Erle. Das Weihnachtsfest allein verbringen zu müssen, ist für viele Menschen undenkbar. Und doch haben manche Menschen niemanden, der zuhause den Heiligabend mit ihnen feiert.

Schon lange hatten Tanja Regmann, Sonja Gerwers und Sarah Klenner vom Jugendhaus in Erle hinter den Kulissen die Idee, Heiligabend mit anderen zu feiern: Junge, Alleinstehende oder ältere Menschen, die diesen besonderen Abend nicht allein verbringen möchten

Vom Weihnachtsbrunch zum offenen Heiligabend

Vor fünf Jahren boten sie erstmals einen Weihnachtsbrunch an. Noch immer denken sie gern daran zurück, weil es bei den Besuchern gut ankam und sehr emotional war. So reifte die Idee zum Fest am Heiligabend.

In diesem Sinne laden sie nun erstmals zum Fest im Jugendhaus ein: Beginn ist am Dienstag, 24. Dezember, um 17 Uhr. Der Abend ist offen für jeden. Um das Fest jedem möglich zu machen muss niemand bezahlen. Angesprochen sind Menschen jeden Alters aus dem Umkreis.

Jeder ist willkommen

Jeder ist willkommen. Auch Menschen, die Weihnachten in einer familiären Atmosphäre verbringen möchten, die sie selbst nicht haben, weil sie allein sind. „Es ist ein Fest, das über den Tannenbaum hinausgeht“, sagt Tanja Regmann. „Es geht um Respekt, Wertschätzung und soziales Denken, weil nicht jeder das Glück hat, aufgefangen zu sein“.

Für viele stecke auch der Charakter eines zwanghaften Familien-Zusammenseins an den Feiertagen dahinter. „Nicht jedes Happy-Family-Event ist angenehm“, ist sich das Team vom Jugendhaus Erle einig.

Ein gutes Miteinander, unabhängig von Religion

Der Heiligabend im Jugendhaus Erle soll anders werden. Wichtig ist den Organisatoren ein gutes Miteinander, unabhängig von Religion. Einfach ein Fest der Mitmenschlichkeit und Liebe. Zum Wohl der Tiere verzichten sie auf Fleisch, so kommt nur vegetarische und vegane Kost auf den Tisch. Ein Buffet wird aufgebaut. „Jeder wird satt“, verspricht Sarah Klenner.

Nur eine Anmeldung ist bis Freitag, 20. Dezember, erforderlich, um besser planen zu können. Wer nicht mobil ist, kann sich beim Team melden. Dann rückt die mobile Jugendhilfe an und holt Menschen mit einem Bully ab.

Sponsoren sind dringend gesucht

Noch suchen die Organisatoren dringend nach Sponsoren, die ihre Sache nach dem vegetarischen und veganen Konzept unterstützen. Sprich: Keine Wurstkörbe. „Wir möchten, dass für unser Fest keine Lebewesen zu schaden kommen und stellen uns selbst an den Herd“, sagt Sonja Grewers vom Team.

Das kulinarische Trio vom Jugendhaus Erle:
Sonja Gerwers, Tanja Regmann und Sarah Klenner
Foto: André Elschenbroich

Hilfreich wären auch Geldspenden, mit denen geschaut werden kann, was noch für die Organisation gebraucht wird. Das können auch vegetarische und vegane Nahrungsmittel, Einkaufsgutscheine, Deko-Artikel und Sachspenden als kleine Geschenke für die Teilnehmer sein.

Kein Spielzeug und kein Fleisch spenden!

Einzig Spielzeug werde nicht angenommen. „Gerade an Weihnachten sollen nicht alle an sich denken“, betont Sozialpädagogin Sarah Klenner, die hier einst als Praktikantin im Studium anfing und sich hier immer noch wohl fühlt. Das Team ist mittlerweile zu einer kleinen Familie zusammengewachsen

„Bei uns stehen der Spaß und die Gemeinschaft im Vordergrund“, meint Tanja Regmann. Die Organisatoren bereiten schon jetzt alles liebevoll im Jugendhaus vor. Wer noch Ideen beisteuern und den Heiligabend im Jugendhaus unterstützen möchte, kann gern auf das Team zukommen und dazu beitragen, dass es ein unvergessliches Weihnachten wird.

Anmeldungen sind erforderlich bis Freitag, 20. Dezember, persönlich im Jugendhaus Erle, Silvesterstraße 20, montags bis donnerstags, 14 bis 20 Uhr, und per E-Mail an [email protected] Anmeldungen sind auch unter Tel. 0176-16 16 20 39 bei Sarah Klenner und direkt im Jugendhaus unter der Telefonnummer 02865-4399 773 möglich

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