StartFeuerwehrNotfall-Infopunkte im Kreis Borken: Ausweitung der Leistungen

Notfall-Infopunkte im Kreis Borken: Ausweitung der Leistungen

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Der Kreis Borken hat das Konzept der Notfall-Infopunkte (NIP) weiterentwickelt und um zusätzliche Standorte sowie neue Leistungsstufen ergänzt. In Raesfeld befindet sich der Notfall-Infopunkt an der Feuerwache am Schwietering.

Ziel sei es, die Bevölkerung bei großflächigen Stromausfällen oder anderen Katastrophenlagen besser zu unterstützen. Notfall-Infopunkte dienen als Anlaufstellen für Notrufe und Informationsaustausch, wenn reguläre Kommunikationswege nicht mehr verfügbar sind.

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Hintergrund: Warum Notfall-Infopunkte?

Katastrophen wie das Schneechaos 2005, der Sturm im Frühjahr 2022 oder technische Störungen haben gezeigt, dass großflächige Stromausfälle schwerwiegende Auswirkungen auf die Infrastruktur haben können. Bei einem Stromausfall funktionieren Festnetztelefone sofort nicht mehr, und nach einigen Stunden fallen auch Mobilfunknetze und mobiles Internet aus. In solchen Fällen können weder Notrufe über die 112 oder 110 abgesetzt noch aktuelle Informationen verbreitet werden.

Seit 2022 gibt es im Kreis Borken deshalb 50 Notfall-Infopunkte, die im Ernstfall aktiviert werden. Die Standorte befinden sich in allen 17 Städten und Gemeinden und sind kurzfristig einsatzbereit.

Neue Struktur: Basis- und Erweiterte Notfall-Infopunkte

Das Konzept wurde erweitert und in zwei Stufen unterteilt:

1. Basis Notfall-Infopunkte (Stufe 1)

  • Notfallmeldungen an Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei können vor Ort abgegeben und per Funk an die Leitstelle übermittelt werden.
  • Informationen zur aktuellen Lage werden bereitgestellt.

2. Erweiterte Notfall-Infopunkte (Stufe 2)

  • Zusätzlich zur Funktion einer Basis NIP bieten diese Standorte eine Notstromversorgung.
  • Damit können lebensnotwendige medizinische Geräte (z. B. Beatmungsgeräte) aufgeladen, kühlpflichtige Medikamente gelagert und Säuglingsnahrung hergestellt werden.

Aktivierung und Nutzung

Die Notfall-Infopunkte sind keine dauerhaft besetzten Stellen. Sie werden ausschließlich bei großflächigen, länger andauernden Stromausfällen aktiviert. Es handelt sich um kurzfristige Anlaufstellen zur Sicherstellung eines Grundangebots an Information und Versorgung – nicht um Betreuungsstellen für die Bevölkerung. Eine eigenständige Vorsorge durch die Bürgerinnen und Bürger bleibt unerlässlich.

Informationen zu Standorten und Aktivierung

Die genauen Standorte aller Notfall-Infopunkte sind online abrufbar:

Hinweis zur Aktivierung: Über die Aktivierung des NIP wird – sofern technisch möglich – über folgende Kanäle informiert:

  • Internetseiten des Kreises Borken und der Kommunen
  • Soziale Medien (Facebook, Instagram, X)
  • Lokale Medien
  • Lautsprecherdurchsagen

Weitere Details und den Flyer mit allen Standorten finden Sie unter akut.kreis-borken.de.

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