Eine sechs Meter hohe Skulptur aus Recycling-Kunststoffen, die auf Licht, Wärme und Berührungen reagiert: Am Samstag, 27. Juni von 14. bis 18 Uhr, wird am Schloss Raesfeld ein außergewöhnliches Kunstprojekt offiziell vorgestellt. Ihren Platz findet die Installation für ein Jahr auf einer Betonfläche zwischen Remise und Weide.
Von dort aus wird sie künftig für Besucher des Schlosshofes sichtbar sein und durch ihre ungewöhnliche Form sowie ihre besondere Materialität auffallen. Hinter dem Vorhaben stehen die Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld, der Konzeptkünstler Branko Šmon und das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit.
Die öffentliche Eröffnung hinter dem Schloss am Rosengarten beginnt um 14 Uhr direkt an der Skulptur. Anschließend folgt um 15 Uhr im Malersaal des Schlosses ein Symposium mit Fachleuten aus Kunst, Wissenschaft, Baukultur und Denkmalpflege.
Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit
Die interaktive Skulptur ist Teil des Projekts „Plastiktransformationen“. Mit seiner Arbeit setzt sich der Künstler Branko Šmon mit dem Verhältnis von Mensch, Natur und Technologie auseinander. Die Installation entfaltet ihre Wirkung erst durch die Einflüsse von Sonnenlicht, Wärme und menschlicher Berührung.
Nach Angaben der Akademie des Handwerks soll die Skulptur Prozesse sichtbar machen, die im Alltag häufig unbemerkt bleiben. Gleichzeitig lenke das Werk den Blick auf den Umgang mit Kunststoffen, Kreislaufwirtschaft und die Bedeutung der Sonne als grundlegende Energiequelle.
Symposium mit Experten aus verschiedenen Fachbereichen
Im Anschluss an die Eröffnung lädt die Akademie des Handwerks zu einem Symposium unter dem Titel „High-Tech feat. Historisches Handwerk – Plastiktransformationen“ ein. Im Mittelpunkt stehen Fragen rund um Nachhaltigkeit, Materialforschung, Baukultur und den verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen.
An der Podiumsdiskussion beteiligen sich unter anderem Künstler Branko Šmon, Dr. Elke Metzsch-Zilligen vom Fraunhofer-Institut, Victoria Blocksdorf von Blockblocks Cleanup, Nora Stanislawski vom Historischen Museum Frankfurt, Lillith Kreiß von Baukultur NRW, Prof. Manuel Thesing von der Münster School of Architecture sowie Designerin Liv Matthiesen. Die Moderation übernimmt Susanne Kremeier.
Ausstellung und Mitmachangebote
Auch abseits der Vorträge gibt es am Samstag Angebote für Besucherinnen und Besucher. Ein Informationspfad verbindet die Skulptur mit dem Naturparkhaus. Dort informiert eine Ausstellung über die Hintergründe des Projekts sowie die Themen Kunststoffe, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.
Die Veranstalter laden Interessierte ein, die Skulptur vor Ort zu erleben und mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen.
Programm am Samstag, 27. Juni
- 14 Uhr: Eröffnung der Skulptur am Schloss Raesfeld
- 15 Uhr: Symposium und Podiumsdiskussion im Malersaal
- ganztägig: Informationspfad und Ausstellung zwischen Skulptur und Naturparkhaus
Hintergrund zum Projekt
Mit „Plastiktransformationen“ setzen die Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld, Künstler Branko Šmon und das Fraunhofer-Institut auf eine Zusammenarbeit zwischen Kunst, Wissenschaft und Handwerk. Die Installation soll nicht nur als Kunstwerk verstanden werden, sondern auch Denkanstöße zu den Themen Ressourcen, Nachhaltigkeit und Materialkreisläufe geben.



























