Nach schwerem Unwetter: Überschwemmte Keller in weiten Teilen des Kreises Borken 290 Kräfte der Feuerwehr sind im Einsatz / Probleme vor allem in Gescher, Stadtlohn und Vreden
Kreis Borken (pd). Ein schweres Unwetter hat am heutigen Mittwoch (20.6.) in weiten Teilen des Kreises Borken für Überschwemmungen gesorgt. Betroffen sind vor allem Gescher, Stadtlohn und Vreden. Dort standen vereinzelt Straßen unter Wasser und Keller liefen voll. Blitzeinschläge verursachten zudem vereinzelt Brände. Die Kreisleitstelle zählte bis 17.30 Uhr etwa 250 Einsätze. Sie zog rund 290 Kräfte der Feuerwehren aus dem gesamten Kreis auf den Bereitstellungsplätzen in Legden und Gescher zusammen. Von dort steuerten sie die Einsatzorte an. Die Brände sind inzwischen gelöscht. Die Wetterfront ist Richtung Niederlande abgezogen.
Im Kreishaus in Borken ist eine Koordinierungsgruppe zusammengekommen. „Aktuell rechnen wir damit, dass die Feuerwehrleute bis in den späten Abend hinein im Einsatz sein werden, insbesondere um vollgelaufene Keller leer zu pumpen“, erklärt Landrat Dr. Kai Zwicker. „Bei diesem Einsatz zeigt sich, dass unser Bereitschaftskonzept funktioniert. Dadurch können wir schnellen Nachschub gewährleisten und die Kräfte in den besonders betroffenen Gebieten zügig unterstützen.“
Eine ganze Reihe von Straßen war zwischenzeitlich nicht befahrbar, vor allem in Stadtlohn. Das Stadtlohner Krankenhaus meldete am frühen Nachmittag einen Wassereinbruch im Keller. Die Vredener Feuerwehr pumpte das Wasser ab. Der Betrieb konnte so aufrecht erhalten werden, zwischenzeitlich wurden allerdings keine neuen Patienten aufgenommen.
Die Lage in den besonders betroffenen Orten im Einzelnen (Stand: 22.6., 17.30 Uhr):
Ahaus
In den Ortsteilen Wüllen und Ottenstein kam es zu vereinzelten Unwettereinsätzen.
Gescher
In Gescher sind zurzeit der Einsatzleitwagen II des Kreises Borken, der eine Kommunikationszentrale enthält, samt Personal und ein kleiner Führungsstab im Einsatz. Aktuell liegen etwa 80 Meldungen über vollgelaufene Keller vor. Schwerpunkt bilden hier die Behindertenwerkstätten Haus Hall sowie der Serverraum einer Bank. Ein Dachstuhlbrand eines Einfamilienhauses konnte inzwischen gelöscht werden. Ein Feuerwehrmann musste nach einer leichten Verletzung ambulant behandelt werden.
Stadtlohn
Für das Stadtgebiet Stadtlohn liegen etwa 130 Meldungen aufgrund von Wassereinbrüchen vor. Das Krankenhaus Stadtlohn und ein benachbartes Altenheim waren besonders betroffen. Auf einem Hof in der Bauerschaft Wendfeld brannte eine Scheune ab. Dieser Brand konnte inzwischen von der Feuerwehr gelöscht werden.
Vreden
Insgesamt wurden in Vreden 40 Einsätze für die Feuerwehr gemeldet, vor allem überflutete Kellerräume. Ein Kellerbrand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Bei der Firma Saueressig drohte Wasser in die Galvanik zu laufen. Die Feuerwehr konnte das durch entsprechende Maßnahmen verhindern.



























