„Musikinitiative Marienthal“ – Konzertabend

Die „Musikinitiative Marienthal“ veranstaltet am 25. August 2012 einen Konzertabend mit international renommierten Künstlern. Im Festspielzelt nahe der historischen Klosterkirche in Hamminkeln-Marienthal werden Renaud Garcia- Fons, Gerardo Núñez und Iiro Rantala einen außergewöhnlichen sommerlichen Konzertabend bestreiten.

Das Romantik Hotel „Haus Elmer“ in Marienthal wird an diesem Abend zur Künstlerresidenz.

Das Konzert soll einen Vorgeschmack auf die ab 2013 geplanten Marienthaler Festspiele geben, die nach diesem Auftakt einmal im Jahr veranstaltet werden. Das Programm wird von Wilfried Schaus-Sahm gestaltet, dem Begründer und langjährigen Leiter des Duisburger Traumzeit-Festivals.

Programm:

19.00 Uhr: Iiro Rantala, Piano Solo

20.45 Uhr: Renaud Garcia-Fons & Gerardo Núñezfeat. „Cepillo“

22.15 Uhr: „Renaud Garcia-Fons Sextett“, Livemusik zum Filmklassiker

Eintrittspreise:

Kategorie 1: 36,00 Euro zzgl. 3,00 Euro VVK-Gebühr

Kategorie 2: 33,00 Euro zzgl. 3,00 Euro VVK-Gebühr

Kategorie 3: 30,00 Euro zzgl. 3,00 Euro VVK-Gebühr

Die Karten für diesen besonderen Abend können bei „Haus Elmer“ bestellt werden unter der Telefon-Nr.: 02856/9110.

Neben den Eintrittskarten können zusätzlich Karten für ein köstliches Buffet im Haus Elmer erworben werden. Der Preis für das Buffet beträgt 29,00 Euro und enthält ein Glas Prosecco gratis. So lässt sich ein rundum schöner Sommerabend verbringen, der mit musikalischen und kulinarischen Genüssen verwöhnt.

Die Künstler

Iiro Rantala wird mit seinem Programm „Piano-Solo“ den Premieren-Abend  in der Reihe der jährlich stattfindenden  „Marienthaler Festspiele“ eröffnen.
Ein angemessener Auftakt, denn der  finnische Pianist wurde am 3. Juni 2012  mit dem ECHO Jazz als „Bester Pianist International“ ausgezeichnet!

Iiro Rantalas Komposition „Tears for Esbjörn“ stellte, in Erinnerung an den 2008 verunglückten Musiker-Freund Esbjörn Svensson mit Preisträger Magnus Öström gemeinsam vorgetragen, den emotionalen Höhepunkt der ECHO Verleihung dar.

Im Jahr 2011 erhielt der virtuose Finne für sein Album „Lost Heroes“ (ACT) den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. In der Begründung der Jury heißt es: „…sein Klavier klingt von sich aus schön, seine Kunst ist Resultat eines immens flexiblen Anschlags, einer mit Humor durchsetzten Gestaltungskompetenz und einer profund melodischen Musikalität…“
In dem gefeierten Album, dessen Programm das Konzert dominieren wird, offeriert Iiro Rantala eine vielschichtige, teils leichtfingrig phrasierte, teils tief emotional präsentierte Hommage an die prägenden Persönlichkeiten seiner Karriere, von Oscar Peterson bis Jean Sibelius.

Gerardo Núñez mit Renaud García-Fons und dem legendären Percussionisten „Cepillo“ läutet die zweite Etappe der musikalischen Reise ein. Der Bassvirtuose García-Fons gilt als großer Verbinder klanglicher Stile und Traditionen und auch Gerardo Núñez gelingt die Überwindung musikalischer Grenzen.
Dieses leidenschaftliche Aufsaugen verschiedenster Einflüsse findet ihren Höhepunkt im gerade erschienenen Album. Der Titel „Travesía“ (Überquerung) bezieht sich auf die gefährliche Reise afrikanischer Bootsflüchtlinge nach Spanien, wird aber gleichzeitig zur Metapher für die Erweiterung musikalischen Repertoires über Genregrenzen hinweg.

„Der Flamenco ist in Andalusien unter vielen Einflüssen entstanden“, erzählt Gerardo Núñez und verweist auf das Reich „El Andaluz“, in dem maurische Eroberer in Frieden mit Juden und Christen zusammen eine einzigartige, schöpferische Kultur gestalteten.
Die Kindheit in Andalusien wurde von seiner zweiten großen Liebe, dem Jazz geprägt und so verwundert es nicht, dass er mit Musikern aus aller Welt auftrat und musikalisch reifte. Darunter finden sich so unterschiedliche Namen wie Richard Galliano und Michael Brecker, aber auch Placido Domingo, Julio Iglesias oder der Harfenist Andreas Vollenweider.

Das u.a. mit Al Di Meola erstellte Album „Jazzpaña“ schaffte es auf Platz eins der deutschen Jazzcharts. Gleichzeitig gilt er als der wichtigste und virtuoseste Flamenco-Neuerer nach dem großen Paco de Lucia.
Seine CD „Calima“ (u.a. mit dem Percussionisten Arto Tuncboyaciyan, dem Bassisten John Patitucci und dem Pianisten Danilo Perez) wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Für die berühmte Compañía de Danza seiner Frau Carmen Cortés schrieb er Werke, die in Kooperation mit dem spanischen Kulturministerium weltweit aufgeführt wurden, u.a. in der Oper in Brüssel, dem Festival in Havanna, in New York oder bei der Biennale in Sevilla.

Renaud García-Fons‘ Komposition gelingt der Brückenschlag zwischen dem sehnsüchtigen Blick der Moderne auf die Märchenwelt des Orients und einem Jazz, der sich über Genre-Grenzen hinausbewegt.
In einem für das Jazzpodium geführten Interview spricht der Komponist über seine Begegnung mit jenem Filmklassiker, der in den Jahren 1926 bis 1929 aus 99.000 Einzelbildern entstand und mit dem Lotte Reiniger Pionierarbeit im Genre des Trickfilms.