95 Prozent der CDU- Mitglieder sprechen sich für Martin Tesing (57 J.) als Bürgermeisterkandidat für die kommende Kommunalwahl aus.

Martin Tesing machte am Mittwochabend deutlich, dass er sich bewusst darüber sei, welches Erbe er in Raesfeld antreten werde, falls er die Wahl als Bürgermeister gewinnt.

Begrüßen konnte am Mittwochabend die Vorsitzende Dr. Sarah Gößling im Adelheids Spargelhaus den Ehrenbürgermeister und Ehrenvorsitzender Udo Rößing, den stellvertretenden Bürgermeister Hans-Dieter Strothmann sowie Kreisgeschäftsführer Markus Jasper und Andreas Grotendorst.

Bereits vor einigen Wochen stellte der CDU-Ortsverband Raesfeld-Erle-Homer, Martin Tesing als den Nachfolgekandidaten für Andreas Grotendorst vor. Jetzt ist es amtlich: Tesing wird sich der Wahl am 13. September stellen.

CDU Bürgermeisterkandidat martin Tesing
Der CDU-Bürgermeisterkandidat Martin Tesing setzt auf Kontinuität.

Tesing setzt auf Kontinuität Gemeinde

Er stehe für Kontinuität, auch in Raesfeld, so Tesing. „Ich bin ganz stark daran interessiert, dass es in Raesfeld in den kommenden Jahren so erfolgreich wie bisher weitergeht“. Gemeint damit seien auch die 18 anstehenden Aufgaben im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes.

„Es ist nicht das erste Mal, dass ich mich hier in Raesfeld vorstelle. Damals, vor zehn Jahren jedoch in einer kleineren Runde, als Erster Beigeordneter“. Allerdings habe er sich bereits vor 40 Jahren vorher schon vorgestellt – in Borken. „Hier musste ich nur ein Wort sagen – Ja“.

Von der Pike auf gelernt habe Tesing, wie er in seiner Vorstellung betonte, das Verwaltungshandwerk – mittler-, gehobener- und höher Dienst. Nach kurzer Zeit habe er schon erkannt, dass man auf alle Fälle eine Hochschulreife brauche, um wirklich weiter zu kommen.

CDU Bürgermeisterkandidat martin Tesing
Wahlleiter und CDU-Kreisgeschäftsführer Markus Jasper

So studierte er unter anderem Verwaltungswissenschaften an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Münster und anschließend nebenberuflich Informatik und öffentliches Management an den Universitäten in Chemnitz und Kassel (wir berichteten).

Seine zehn Jahre als Kämmerer und Erster Beigeordneter der Gemeinde seien eine sehr spannende Zeit gewesen. Einige der geschaffenen Projekte, die dazu auch beigetragen haben sei unter anderem das betreute Wohnen in Raesfeld und Erle gewesen. Ein weiteres wichtiges Thema, „das mir auch sehr am Herzen lag“, so Tesing, sei auch das Thema flächendeckende Breitbandverkabelung, besonders im Außenbereich, gewesen.

Besonderheit – Breitbandausbau in der Gemeinde

Hier habe es in Raesfeld, so Tesing, eine Besonderheit zu anderen Kommunen gegeben. „Wir waren die einzige Gemeinde im Kreisgebiet, die durch eine 100-prozentige Bundesförderung für alle Anschlüsse, die nicht nur bis zur Grundstücksgrenze, sondern wirklich bis zur Haustür gelegt wurden, erhielten“.

CDU Bürgermeisterkandidat martin Tesing

Sein Resümee nach zehn Jahren Verwaltung Raesfeld lautet: „Ich meine, dass die ganzen Jahre und Maßnahmen ziemlich reibungslos und effektiv über die Bühne gegangen sind“. Deshalb sei ihm auch ganz stark daran gelegen, dass es zukünftig auch weiterhin gut läuft. „Besonders sollte die Kontinuität, auch nach dem Ausscheiden von Andreas Grotendorst, beibehalten werden. Das ist mir ganz wichtig und zeichnet meine Motivation für Raesfeld aus“.

Dorfentwicklungskonzept

Was die Zukunft mit Blick auf die kommenden Jahre betreffen, sei Raesfeld weiter im Aufwind. „Wir haben das Dorfentwicklungskonzept beschlossen. Daran hängen 18 Aufgaben. Jetzt wird der Kirchplatz in Erle neugestaltet sowie die Schlossallee. Parallel dazu die Schulplatz- Neugestaltung“. Nicht zu vergessenen seien die Baumaßnahmen wie die Neuschaffung von Wohnbaugebiete in Raesfeld und Erle, als auch Gewerbeflächen in Raesfeld Süd und Nord.

„Da heißt es für uns, nicht aufzuhören, sondern weitermachen“.

Mit Blick auf den zukünftigen Klimaschutz in Raesfeld sehe Tesing dringend Nachholbedarf. „Ich bin der Meinung, dass wir hier mehr machen müssen.“

 Klimaschutzkonzept

Klimaschutzkonzept

An erster Stelle msoll ein Klimaschutzkonzept aufgestellt werden, der in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden müsse. „Wir in Raesfeld können zwar nicht die Welt retten, aber wir müssen den Klimaschutz im Auge behalten. Da wird sicherlich noch viel zu tun sein“.

Ein weiteres wichtiges Thema für Tesing sei das Ehrenamt. Hier sehe er seit Jahren schon, dass die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen über den immer größeren bürokratischen Aufwand drunter leide und es immer schwieriger werde, Leute dafür zu gewinnen.

Hier möchte Tesing, dass die Kommune zukünftig sich mehr einbringe und einen Beitrag dazu leiste, um die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen mehr zu unterstützen.

CDU Bürgermeisterkandidat martin Tesing
Union Raesfeld – 20 Jahre auf der Erfolgsspur, angefangen mit dem heutigen Ehrenbürgermeister Udo Rößing (2. v. r.), Bürgermeister Andreas Grotendorst und sein Stellvertreter Hans-Dieter Strothmann (3. v. l.) sowie Kämmerer Martin Tesing. Zu den ersten Gratulanten gehörten die Vorsitzende des Ortsverbandes Dr. Sarah Gößling und der Fraktionsvorsitzende Bernhard Bölker.

Die gebe zahlreichen noch anstehenden Aufgaben, die in den nächsten Jahren noch zu bewältigen und umgesetzt werden müssen, um auch weiterhin so erfolgreich dazustehen wie heute, dessen sei sich Tesing durchaus bewusst.

„Ich glaube, dass ich auf jeden Fall geeignet bin für das schwierige Amt des Bürgermeisters. Ich habe auch höchsten Respekt davor und denke, dass ich die Voraussetzungen mitbringen, um dieses Amt auszuführen“.

Finanzen nicht aus den Augen verlieren

Der CDU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Bölker freute sich nach der Wahl darüber, dass sie so einen kompetenten Bürgermeisterkandidat für Raesfeld gefunden haben. Er verwies in seiner Rede erneut darauf, dass es derzeit wichtig sei, auch weiterhin für Raesfeld Baugrundstücke für Einheimische zu schaffen. „Das ist uns in den letzten Jahrzehnten gut gelungen“.

Wichtig sei auch weiterhin der Ausbau von Gewerbefläche für eine zukunftssichere Gemeinde. Alleine schon deshalb, um dadurch den derzeit rund 2000 Pendlern hier vor Ort mehr Arbeitsplätze schaffen zu können.

Und natürlich sei dem Fraktionsvorsitzenden auch das Thema Finanzen wichtig. „Ich denke, dass wir einen guten Kandidaten haben, der seit sechs Jahren als Kämmerer das Geld zusammengehalten und gut gewirtschaftet hat“.

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