Team der Kampagne „Vollrausch…ohne mich!“ appelliert an Jugendliche und Erwachsene, verantwortungsbewusst mit Alkohol umzugehen
Kreis Borken (pd). Der 1. Mai naht: In ein paar Tagen füllen sich die Straßen wieder mit unternehmungslustigen und feierfreudigen Menschen auf dem Fahrrad oder mit dem Bollerwagen, die im Kreisgebiet ihre Maitour machen – meist ausgerüstet mit zahlreichen alkoholischen Getränken. Für viele Jugendliche und Erwachsene scheint ein exzessiver Alkoholkonsum zum Feiern des 1. Mai dazuzugehören. Damit nach der Maitour aber keine Katerstimmung herrscht, ruft das Kampagnen-Team „Vollrausch…ohne mich!“ vom Kreis Borken dazu auf, maßvoll mit Alkohol umzugehen.
Gerade jungen Menschen wird insbesondere durch die Werbung der Eindruck vermittelt, dass zum richtigen Feiern auch viele alkoholische Getränke gehören. Deswegen ist die Unterstützung der Erwachsenen gefragt: „Es liegt an uns allen, Jugendlichen die richtige Balance zwischen riskantem und gemäßigtem Alkoholkonsum zu vermitteln“, sagen Regina Kasteleiner und Reinhild Wantia vom Kampagnen-Team „Vollrausch…ohne mich!“. Daher erinnern die beiden an die strikten Grenzen, die das Jugendschutzgesetz zieht: So dürfen alkoholische Getränke weder an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden. Für den so genannten „harten Alkohol“, beispielsweise Wodka, gilt eine Altersbegrenzung von 18 Jahren.
Der zweite wichtige Aspekt ist die Vorbildfunktion der Erwachsenen, denn die Jugendlichen orientieren sich oftmals an ihnen. So sollten alle „Maigänger“ vermitteln, dass ausgelassenes Feiern nicht zwangsläufig mit Rauschtrinken gleichzusetzen ist. Das bedeutet neben dem verantwortungsbewussten Umgang der Erwachsenen mit Alkohol auch, dass sie sich ebenfalls an die Jugendschutzbestimmungen halten. „Denn ob das Jugendschutzgesetz eingehalten wird, liegt in erster Linie an der Bereitschaft der Erwachsenen, die vorgegebenen Grenzen zu beachten“, erklären Regina Kasteleiner und Reinhild Wantia. Auch ein Volljähriger, der in seiner Clique alkoholhaltige Getränke an Minderjährige weitergibt, handelt unvernünftig und macht sich zudem strafbar.
Gerade bei Kindern und Jugendlichen birgt übermäßiger Alkoholkonsum hohe gesundheitliche Risiken, da sich der Körper noch im Wachstum befindet und der Organisamus viel sensibler auf Alkohol reagiert als bei Erwachsenen. Gerade am 1. Mai werden vermehrt Jugendliche in die Krankenhäuser eingeliefert, die zu viel hochprozentigen Alkohol getrunken haben. Jugendlichen unter 18 Jahren wird im Rahmen des Projektes „KATERtALK“ ein Beratungsgespräch angeboten, um über den Vorfall zu sprechen und Wege zu finden, in Zukunft weniger tief ins Glas zu schauen.
Damit der 1. Mai kein jähes und schnelles Ende nimmt oder im Anschluss in keiner Altersgruppe Katerstimmung herrscht, empfiehlt Regina Kasteleiner den Feiernden nicht über die Stränge zu schlagen, möglichst wenig Getränkesorten durcheinander zu trinken, zwischendurch Wasser oder andere nichtalkoholische Getränke zu trinken und aufeinander zu achten.
Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet unter www.vollrausch-ohne-mich.de.



























