Alternativen stehen zur Verfügung

Borken/Münster (pd). Wieder ein Arzneimittelrückruf, wieder geht es um die Verunreinigung mit potenziell krebserregendem Nitrosamin.

Diesmal sind Medikamente mit dem Wirkstoff Ranitidin betroffen, also Magensäureblocker. „Wir können die Patienten aber beruhigen“, sagt Petra Hruby, Apothekerin in Legden. „Es stehen andere Wirkstoffe zur Verfügung, die genauso effektiv sind und die Magensäureproduktion hemmen.

Ranitidin wird nur selten eingesetzt

Die Umstellung der Patienten läuft problemlos“, sagt die Vorsitzende der Bezirksgruppe Borken im Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL). Ohnehin werde der Wirkstoff Ranitidin in Deutschland nur noch selten eingesetzt, so Petra Hruby.

Und selbst wenn Patienten Ranitidin eingenommen haben sollten: Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat bereits darauf hingewiesen, dass kein akutes Patientenrisiko bestehe.

„Patienten, die durch die Nachricht verunsichert sind, können sich gern mit ihren Fragen an uns wenden“, bietet Petra Hruby an.

Vor der Einnahme von Medikamenten immer beraten lassen

Im Übrigen sei es generell empfehlenswert, sich immer vor der Einnahme von Magensäureblockern in der Apotheke beraten zu lassen. „Wir Apotheker im Kreis Borken haben sofort auf die Meldung reagiert und die betroffenen Chargen aus unseren Lagern genommen“, fügt Petra Hruby hinzu.

Sofern Kollegen das wenig verbreitete Mittel überhaupt vorrätig hatten. Vor einem guten Jahr hatte der Rückruf von Blutdrucksenkern mit dem Wirkstoff Valsartan, der ebenfalls mit Nitrosamin verunreinigt war, für große Verunsicherung bei vielen Patienten gesorgt.

Auch damals hatten die Apotheker in Westfalen-Lippe die Patienten beraten und dabei unterstützt, sichere Alternativen zu finden.

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Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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