Luftwärmepumpe: Umweltfreundlich und zukunftssicher heizen

Die Zukunftsfähigkeit des Heizungsystems ist für alle Hausbesitzer ein wichtiges Thema. Nicht zuletzt das steigende Klimabewusstsein und die explodierenden Energiepreise sorgen bei Besitzern von fossilen Heizungen für Sorgen. Wer von Öl und Gas weg möchte, sollte vielleicht auch über eine Luftwärmepumpe nachdenken.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind nicht mehr „weit weg“, sondern mittlerweile auch bei uns deutlich spürbar. 2021 traf ein Starkregen-Ereignis vor allen Dingen NRW und Rheinland–Pfalz mit zahlreichen Toten und einem Schaden von mehreren Milliarden Euro. Drei Viertel der Energie im Haus wird für Wärme- und Warmwasserversorgung eingesetzt Doch was kann jeder Einzelne tun, um seinen persönlichen CO2-Fußabdruck zu reduzieren?

„Betrachtet man jedoch die Energiebilanz des eigenen Gebäudes, sieht man, dass rund drei Viertel der eingesetzten Energie für die Heizwärme- und Warmwasserversorgung benötigt wird“, erklärt Energieexperte Matthias Heitbrink von Vaillant Deutschland. „Wird diese Wärme mit fossilen Energieträgern hergestellt, entsteht zwangsläufig CO2.“ Wer aber auf eine moderne Wärmepumpe setzte, minimiere seine CO2-Emissionen nicht nur, sondern könne sie sogar vollständig vermeiden.

Moderne Wärmepumpen nutzen die Energie aus der Umgebungsluft, um umweltfreundliche Heizwärme zu erzeugen. Werksfoto: Vaillant

Luftwärmepumpen für den Baubestand

Doch bislang schienen Wärmepumpen vor allem für den Neubau geeignet zu sein, in dem dank guter Dämmung und Flächenheizungen nur geringe Vorlauftemperaturen benötigt werden. Folgerichtig stellt sich eine der meistdiskutierten Fragen der Heiztechnikbranche: Welche Alternative bietet sich bei der Heizungssanierung im Baubestand an, wenn man gleichzeitig die Heizkosten reduzieren und die CO2-Emissionen auf Null setzen will?

„Mit einer modernen Luft/Wasser-Wärmepumpe kann ein Gebäude aus den 80er Jahren mit der seinerzeit vorgeschriebenen Dämmung, das bauartbedingt eine Vorlauftemperatur von 55 °C benötigt, künftig ebenfalls eine wirtschaftliche Basis für den Einsatz einer Wärmepumpe bilden“, erklärt Heitbrink. Ebenso sei der Einsatz in vielen älteren Gebäuden, die mittlerweile auf einen entsprechenden Stand teilsaniert wurden, möglich.

Matthias Heitbrink, regionaler Vaillant Verkaufsberater: „Dass sich ein Heizungstausch in jedem Fall
lohnt, zeigen die aktuellen Fördersummen deutlich“. Foto: Heimatmedien

Bislang mit Gas- oder Öl-Wärmeerzeugern versorgte Heizanlagen mit Radiatoren und einer Vorlauftemperatur von bis zu rund 55 °C können in der Regel mit einer modernen Wärmepumpe saniert werden. „Flächenheizungen sind nicht mehr unbedingt erforderlich“, erklärt Matthias Heitbrink. „Die regelbare, modulierende Wärmepumpe passt die benötigte Leistung zu jedem Betriebspunkt automatisch optimal an.“

Eine Luftwärmepumpe ist mit einer neuen Gasheizung kombinierbar

Sollte die benötigte Heizlast des Gebäudes sehr hoch sein, empfiehlt Matthias Heitbrink eine Hybridlösung wie zum Beispiel mit einem Gas-Brennwertgerät und einer Luft-Wärmepumpe. Wer bereits eine neue Gas-Brennwertheizung hat, hat sogar die Möglichkeit, diese mit einer Wärmepumpe nachzurüsten. „Bei einer Hybridheizung, also einer Kombination aus Gasheizung und Luftwärmepumpe, kann man bis zu 80% des Heizbedarfs mit der Wärmepumpe abdecken“, betont Heitbrink. „Darüber hinaus ist diese Modernisierung auch noch förderfähig.“

Staatliche Förderung von bis zu 50 Prozent

Der Staat unterstützt den Austausch veralteter Heiztechnik massiv – sowohl mit Fördergeldern als auch Zuschüssen. Seit dem 1. Januar 2021 ist die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft – inklusive zahlreicher attraktiver Fördermöglichkeiten für Heizungsmodernisierer. „Dass sich ein Heizungstausch in jedem Fall lohnt, zeigen die aktuellen Fördersummen deutlich“, empfiehlt Matthias Heitbrink. „Durch den Gesetzgeber sind Förderungen bis zu 50 Prozent der Investitionssumme möglich, so zum Beispiel beim Tausch einer Ölheizung gegen eine Wärmepumpe im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans.“

Das Innengerät der Luftwärmepumpe ist nicht größer oder lauter als ein Kühlschrank. Werksfoto: Vaillant

Wer sich ganz sicher sein möchte, dass es mit der Förderung klappt, kann den Antrag auch dem qualifizierten Fachbetrieb überlassen. So bekommt man Beratung, Montage und Förderung aus einer Hand.

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