Sein Charme, sein Humor, aber auch seine Durchsetzungskraft ist legendär.

Pastor Franz-Josef Barlage em. hat heute sein Goldenes Priesterjubiläum. Am 2. Februar 1961 wurde er von Bischof Dr. Michael Keller im Dom zu Münster zum Priester geweiht.

Im Jahre 1992 übernahm Pastor Barlage die Leitung der Erler St.-Silvester-Pfarrei. Bis zu seiner Emeritierung im vergangenen Jahr prägte der Geistliche entscheidend die Entwicklung des Gemeindelebens mit.

Leute im fokus Franz-Josef Barlage
Von seiner Krankheit gezeichnet, aber mit stolzem Blick präsentierte Pastor Barlage sein viertes Buch. Foto: Ralph Heger

Die Nähe zu seinen „Schäfchen“ in der Gemeinde hat der Pastor auch nach seiner Emeritierung nicht verloren. Noch heute wirkt er bei „Wir in Erle“ mit und das Dorfgeschehen liegt dem Mann im „Unruhestand“ immer noch am Herzen.

Das Nichtstun ist ihm ein Fremdwort, und so hat er passend zu seinem Jubiläumsfest ein Buch herausgebracht: Das Jahr hindurch – in St. Silvester mit 60 Predigen.

Eigentlich, so Pastor Franz-Josef Barlage, wollte er erst mit 75 Jahren in Ruhestand gehen. Aber eine Herzerkrankung vereitelte dies. „Es kam alles so plötzlich und unerwartet. Das hat mir schon zu schaffen gemacht.“ Inzwischen, so der 74-Jährige, habe er sich aber mit der Situation arrangiert.

Gefeiert wird am Sonntag ab 9:30 Uhr in der St. Silvesterkirche in Erle. Anschließend gibt es einen Empfang in der Pausenhalle der Silvestergrundschule, wo jeder Bürger recht herzlich willkommen ist.

13 Fragen

  1. Welche Eigenart gefällt Ihnen an sich besonders?
    Das ich gut auf andere Menschen zugehen kann.
  2. Verraten Sie uns  Ihr Lieblingszitat?
    Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen.
  3. Welche Redewendung, Satz hassen Sie am meisten?
    Man müsste eigentlich…
  4. Worüber können Sie laut lachen?
    Über einen guten Witz
  5. Was würden Sie niemals tun?
    Geld unterschlagen
  6. Was gibt es in ihrem Leben, worauf Sie besonders stolz sind?
    Ich freue mich immer, wenn ich am Erler Kirchturm vorbei gehe…
  7. Was möchten Sie noch einmal ausprobieren?
    Mit dem Auto nach Jerusalem fahren, aber ich weiß genau, dass ich das nicht mehr bringen kann.
  8. Welches weltweite Projekt würden Sie als Politiker als erstes in Angriff nehmen?
    Das die Menschen genug zu essen haben.
  9. Drei Bücher, die es wert sind hier erwähnt zu werden
    Die Säulen der Erde, der Medicus, die Päpstin.
  10. In welche Rolle möchten Sie gerne für einige Zeit schlüpfen?
    Papst, weil ich dann all die seit 40 Jahren bestehenden Probleme der katholischen Kirche lösen könnte.  Ich könnte ein Konzil einberufen, um mit den Bischöfen der Welt alle anstehenden Fragen einer Lösung zuzuführen.
  11. Wie werden Sie von anderen Menschen gesehen?
    Das weiß ich nicht, hoffentlich positiv, im Bewusstsein der eigenen Unzulänglichkeiten.
  12. Was sind Sie auf keinen Fall?
    Hochmütig
  13. Wenn nicht in Deutschland, in welchem Land könnten Sie noch leben?
    In Österreich (Tirol)

1 KOMMENTAR

  1. Respekt! Ich finde es ausgesprochen sympathisch, das Sie diese Bücher mögen. Toll! Andere kommen mit Werken, die kein Mensch kennt (außer Hellmuth Karasek und Marcel Reich-Ranicki vielleicht). Da ist es doch sehr erfrischend, das auch Priester sich zu Mainstream-Belletristik bekennen. Prima!

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