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Leserbrief zum Dorfentwicklungsplan Raesfeld-Erle

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Dorfentwicklungsplan Raesfeld-Erle in den Startlöchern

Jetzt geht es los in Erle!! Die Dorfentwicklung beginnt mit einem zentral gelegenen Mehrfamilienhaus für 12 bis 14 Parteien. Aber wie verträgt sich das mit dem in Planung befindlichen genossenschaftlichen Bürgerhaus mit Gastronomie?

Zum Zweck den Dorfkern attraktiver für die Bürger und den Tourismus zu machen. Ist in Erle demnächst im Sommer ab 22.00 Uhr „Tote Hose“? Beschwerden wegen Lärmbelästigung der künftigen Mieter (oder Eigentümer) des neuen Mehrfamilienhauses sind jetzt schon vorhersehbar.

Biergartenbetrieb im Sommer und rauchen ganzjährig ab 22 Uhr nicht mehr gestattet! Feiern um 24.00 Uhr „Feierabend“? Die Musik muss „gedrosselt“ werden? Niemand oder zumindest nicht mehr als zwei Personen, dürfen nach draußen, um einmal frische Luft zu schnappen; es könnte ja gequatscht oder gelacht werden. Und das etwas lauter. Jetzt getätigte verbale Beruhigungen: „Ach das gibt schon kein Problem“, oder „den Anwohnern, die dort einziehen, war die Situation ja bekannt“, kann nicht beruhigen.

Es gibt Rechtsstreitigkeiten mit dem Hintergrund, dass Liebhaber nach Bayern ziehen und nachher den Nachbarbauern verklagen, dass die Kühe Glocken tragen, oder jemand baut an einer Bundesstraße für einen günstigen Grundstückspreis und klagt anschließend eine Lärmschutzwand ein.

Oder jemand baut im Gewerbebetrieb eine Lagerhalle mit einem großzügigen Wohnhaus und reicht Beschwerde ein, dass der dort ansässige Handwerksbetrieb in der Nachbarschaft ab 07.00 Uhr morgens seine Maschinen in Betrieb nimmt.

Wo bleiben die ausreichenden Parkplätze? Schön, eine Tiefgarage kommt, aber bietet diese auch Platz für mindestens 28 Parkplätze? Heute hat in der Regel jeder Haushalt mit einer Lebenspartnerschaft, zwei Fahrzeuge. Kinder, Handwerker und Besucher mal großzügig außen vor gelassen.

Wo parken die künftigen Besucher der neuen Gastronomie? Oder die Besucher der Kornbrennerei? Unser italienisches Restaurant bewirtet fast ausschließlich Gäste, die von außerhalb kommen. Nicht das „unser Edeka“ noch umsiedelt (vielleicht nach Schermbeck?). Sein Firmenparkplatz ist eh schon von allen möglichen Fahrzeugen zugeparkt, die nicht Kundschaft seines Marktes sind.

Was ist mit der Planung (Förderung Tourismus) für ein besseres und lebhaftes Erle mit Hotelübernachtungen? Einfach Ratz, Fatz weggeplant? Von einem Ersatzprojekt in dieser Richtung habe ich noch nichts gehört oder gelesen!!!

Aber warum soll Erle Übernachtungsunterkünfte haben, wenn in Raesfeld auch keine ausreichenden Hotelunterkünfte mehr angeboten werden können. Oder steckt hier hinter ein Plan? Wird dies bewusst lanciert, weil so ein evtl. Hotelbau am Schloss besser zu „verkaufen“ wäre? In Raesfeld selbst ist es bereits klar ersichtlich, dass viel Wert auf anonyme und nichtssagende Baulichkeiten gelegt wird, bloß keine Historie oder Gemütlichkeit aufrechterhalten. Nach dem Motto: „Wir haben ja unser Schloss“. Bei uns heißt es demnächst: „Ihr habt ja eure Femeiche“.

Der Grundstein wurde bereits mit den Altenwohnungen und dem Pfarrheim gelegt. Diese Bauten sind zwar nicht hässlich, aber auch nicht schön. Und ich trauere jetzt schon, wenn ich an den Augenblick denke, dass demnächst die historische Gaststätte mit Hotel und Saalgeschäft Brömmel-Wilms dem Dorfentwicklungsplan weichen muss.

Wir kennen viele Leute, die uns um eine solche Örtlichkeit beneiden. Wie häufig hören wir: „Man, ihr habt ja noch eine richtige Kneipe, wie es die früher einmal gab.“ Schade, dass heute nur noch neues bezuschusst und gefördert wird, anstatt Traditionelles zu erhalten.

Mit Wehmut Walburga und Dieter Angermann, zwei „Zugereiste“

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