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Leserbrief zu: Keine Frauen im Erler Schützenverein

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DAS hab ich mir gedacht, als ich gestern die Überschrift des Artikels in der BZ zur Versammlung der Erler Schützenbrüder las!

Das kann ja gar nicht gut gehen! Ja, jetzt ist ja der Untergang des Abendlandes eingeläutet. Zumindest was die Welt in Erle und um Erle herum betrifft (die Bewohner(-innen) von Rarotonga wird das weniger interessieren – sei’s drum).

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Da beschließt doch glatt eine Truppe von schießwütigen Machos mit einer Zweidrittelmehrheit, dass sie gerne unter sich bleiben und bei ihrer geselligen Zielscheibenballerei keine schießprügel-affinen Amazonen dabeihaben möchten.

Ja, sowas geht ja GAR NICHT!

Überhaupt, schon allein der Vereinsname drückt das aus: „Schützenverein“. Latent frauenfeindlich, sage ich da nur. In Zeiten der „Political Correctness“ und des „Gender Mainstreaming“ wäre es ja wohl das Mindeste, den Laden in „Schießverein“ umzubenennen und selbstverständlich auch den Schützinnen den Zugang zu Kleinkalibergewehr und Schießscheibe zu ermöglichen. Wenn nicht überhaupt eine Schützin zur Vorsitzenden-in gewählt werden müßte, wo es doch jahrzehntelang nur einen Vorsitzenden-en gab. Ja, wo gibt’s denn sowas, daß Männer sich erdreisten, in einem Verein nur unter Ihresgleichen sein zu wollen?!

Mitgliedschaft in der Frauen- und Müttergemeinschaft

Jedenfalls, ich werde demnächst meine Mitgliedschaft in der Frauen- und Müttergemeinschaft beantragen. Und darauf bestehen, daß dort – so wie es die gute Gleichstellungsgesinnung gebietet – eine Männerabteilung gegründet wird. Und als erste Amtshandlung dieser Männerabteilung steht die Vorbereitung der Teilnahme am nächsten „Christopher-Street-Day“. Weil, wir sind ja so schrecklich tol(l)erant, oder?

Also, das wollen wir doch mal sehen! Gell, liebe (Möchtegern-)Schützinnen, da müssen wir Gleichstellungsfanatiker doch wirklich aber mal am selben Strang ziehen!

Auf in den Kampf…mit kanonendonnernden einundzwanzig Schuß Salut (aus dem Kleinkalibergewehr).

Detlef Wolf

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