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Leserbrief – Erweiterung Baugebiet in der Raesfelder Stockbreede

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Leserbrief von Reinhard G. Nießing – Jüngste Diskussion über die Erweiterung des Baugebiets in der Raesfelder „Stockbreede“

Es war mir und wohl allen anderen interessierten Grundstückseigentümern und potenziellen Bauherren seit Planungsbeginn (2003) an sonnenklar, dass es einen ersten und zweiten Bauabschnitt im besagten Baugebiet geben wird der sukzessive realisiert werden sollte, je nach Nachfrage, kurz oder mittelfristig.

Foto: RGN

Den jetzt entstandene Unmut einiger Häuslebauer kann man vielleicht noch nachvollziehen, weil in absehbarer Zeit ihr „Platz an der Sonne“ und eine schöne Aussicht bis zum Horizont nicht auf Dauer gewährleistet werden kann. Den Fortschritt aufhalten kann man insbesondere in einer  gut vorankommenden Gemeinde allerdings nicht, zumal im Kontext der Daseinsfürsorge die Kommunalpolitiker gefragt und in der Verantwortung stehen — bei allem Wunschdenken einiger betroffener Häuslebauer.

Sämtliche Planungen und Baumaßnahmen seitens der Kommune wurden für das ganze Baugebiet ausgerichtet und längst mit berücksichtigt: Die Berechnung der Abwasser- und Entwässerungsleitungen, die Dimensionierung der Schmutzwasser-Pumpstation und des Regenrückhaltebeckens sowie die Planungen und Realisierung eines Kinderspielplatzes und die einer Lärmschutzwand aufseiten der „Dorstener Straße“.

Die Kosten für die letztgenannte Baumaßnahme; einer Lärmschutzwand haben meiner Erinnerung nach zur einen Hälfte die Bauherren des ersten Bauabschnitts getragen und haben zur zweiten Hälfte die künftigen Bauherren des zweiten Bauabschnitts zu tragen. Diesbezüglich ist die Gemeinde Raesfeld lediglich in finanzieller Vorleistung getreten. Bis der dritte oder vielleicht vierte Bauabschnitt, bis einschließlich des „Rosenberger Wäldchen‘s“ endgültig realisiert wird, könnte es tatsächlich ja vielleicht bis zum Jahre 2033 dauern? Dank (?) anhaltenden Minuszinsen und billigen Baugeldern könnte das allerdings noch schneller geschehen, als jetzt gedacht?

Dennoch möchte ich nicht in Abrede stellen, dass es vielleicht die ein oder andere „lockere Zusage“ privater Grundstücksverkäufer gegeben haben mag, die, um des besseren Verkaufserlöses wegen, dem ein oder anderen Kaufinteressenten derzeit suggeriert haben, dass ein weiterer Bauabschnitt auf den Sankt-Nimmerleins-Tag fallen wird. Und wenn ich weiter bedenke, dann war von einer möglichen Bebauung westlich der „Dorstener Straße“ und südlich des „Südring“ bereits seit der achtziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts die Rede: also vor mehr als dreißig Jahren. Alles hat seine Zeit — und es kommt, wie prognostiziert.

Das sollte zur Ehrenrettung der Verwaltung und meiner ehemaligen Ratskolleginnen und Kollegen, aber insbesondere unseres derzeit amtierenden Bürgermeisters gesagt werden, der zu meiner aktiven Ratszugehörigkeit (1990-2005) noch nicht in Amt und Würden war.

Reinhard G. Nießing

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