Noch liegt die „Tramp“ im Jachthafen Hanse Marina auf dem Wesel Dattel Kanal und schaukelt sachte auf den Wellen Hin und Her.

In wenigen Wochen kann der ehemalige Raesfelder Eigner Günter Jakat (62) singen: Meine Heimat ist das Meer, meine Freunde sind die Sterne“…, denn seine 12 Meter lange und 3,30 Meter Breite Segeljacht wird für ihn die nächsten Jahre sein Zuhause sein.

Ende des Monats wird er in Leer (Ostfriesland) den Mast aufrichten, Segel setzen und zu einem beneidenswerten Abenteuer starten: einmal rund um die Welt über die sieben Weltmeere.

Ende Mai setzt der Raesfelder Günter Jakat (62) in Leer (Ostfriesland) die Segel und bricht zur Weltumseglung auf.
Ende Mai setzt der Raesfelder Günter Jakat (62) in Leer (Ostfriesland) die Segel undstartet  zur Weltumseglung.

Endlich kein Rasen mehr mähen
Letzte Woche Mittwoch hat der Segler seinen Haustürschlüssel in Raesfeld abgegeben. „Mit dem Verkauf meines Hauses habe ich einen Schlussstrich gezogen“. Für ihn war das 200 Quadratmeter große Einfamilienhaus nur ein Klotz am Bein. „Endlich muss ich nie mehr Rasenmähen“, so Günter Jakat, der im nächsten Jahr um diese zeit bereits in Brasilien ist.
Als Erstes geht es zu den Kanaren, dann über den Großen Teich, sprich Atlantik. Er will es wagen, dieses Atlantiküberquerung.

Jetzt muss aber sein Tonnen schweres Boot erst einmal nach Leer überführt werden. Dort werden die letzten Arbeiten für den Hochseetourn ausgeführt.
Wenn das erledigt ist, geht die Fahrt in Richtung Portugal. Hier möchte Jakat seine Tochter besuchen, bevor es weiter zu den Kanaren geht.

Wo er die Zwischenstopps einlegt, wann er wo ist, ist alles zeitlich nicht geplant. Es gibt nur einen festen Zeitpunkt für die Atlantiküberquerung: „Im Januar sind die meisten Tropenstürme vorbei, dann geht es in Richtung Brasilien.“

Zum Wassersport kam Günter Jakat über den Borkener Segelverein. Durch seine Schichtdienste im Bergbau gab es wenig private Kontakte. Als Alternative schloss er sich dem Borkener Segelclub an und kam dort gleich mit den Dickschiffen, wie die hochseetauglichen Kajütboote bezeichnet werden, in Kontakt.
Dann kaufte er sich vor elf Jahren die Segeljacht „Tramp“, welche nun sein zuhause für einige Monate/Jahre sein wird. Pläne, was nach der Weltumseglung kommt, weiß Jakat noch nicht. „Mal schauen. Vielleicht bleibe ich irgendwo hängen oder sterbe unterwegs. Es kann alles passieren, da bin ich ein Realist“.

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