Raesfeld (pd). Die Bären sind los in der Kundenhalle der Volksbank Raesfeld.

Die Raesfelderin Frauke Herff näht in liebevoller Handarbeit „Kunstbären“ und stellt diese in den kommenden sechs Wochen in der Kundenhalle aus.

 Volksbank RaesfeldRaesfelderin Frauke Herff stellt selbstgefertigte Teddybären aus

 „Was zuerst nach Kinderspielzeug klang, stellte sich schnell als kunstvolle und kreative Handarbeit heraus und wurde daher zu Recht in unsere Ausstellungsreihe „Kunst in Raesfeld“ aufgenommen“, bewertete Oliver Cichowski, Vorstandsvorsitzender der Bank, die ausgestellten Exponate.

Kunst ist sehr vielschichtig

Zusammen mit Mitarbeiter Christian Volmer und der Künstlerin Frauke Herff eröffnete er die Ausstellung am vergangenen Donnerstag. „Kunst ist sehr vielschichtig, und die  Spannweite zeigt sich auch hier im Ort. Andernfalls würden wir hier heute nicht die bereits 14. Auflage von „Kunst in Raesfeld“ eröffnen, so Christian Volmer, Leiter Kundenberatung und –service der Bank.

Teddy’s Bear

Zu ihrer Leidenschaft ist die 49-jährige Herff 1995 gekommen. Anfänglich verarbeitete sie Fremdschnitte, entwarf aber schon bald zusammen mit ihrem Mann Hartmut eigene Schnitte, angelehnt an die Originalform des traditionellen „Teddy’s Bear“.

Neben Arbeiten für verschiedene Herstellerfirmen hat sie bereits einige Messen und Ausstellungen erfolgreich absolviert. Bis 2008 hat sie einige Jahre mit dem „Atelier im Schlosshof“ zusammengearbeitet. Nach vierjähriger Pause freut sich Frauke Herff, ihre Arbeiten mit der Ausstellung in der Volksbank Raesfeld nun wieder der Öffentlichkeit zu zeigen.

„Den Bären ein Gesicht zu geben und auf eine bestimmte Art und Weise Leben einzuhauchen ist wohl der schönste Teil meiner kreativen Tätigkeit“, beschreibt Herff ihren Antrieb. Ihre Familie ist dabei Stütze und Motivation, die sie tatkräftig bei ihrem Projekt unterstützt.

Der Ursprung des „Teddybären“ ist in Amerika zu finden. Die Entstehung ist untrennbar mit einem Jagdausflug des damaligen Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelts im Jahre 1902 verknüpft.

Auf diesem Jagdausflug verschonte er einen jungen Schwarzbären. Der mitgereiste Karikaturist Clifford Berryman sah darin ein Gleichnis für die politische Mission des Präsidenten und zeichnete daraufhin einen Cartoon mit weitreichenden Folgen: Der Teddybär wurde zu einem politischen Symbol der damaligen amerikanischen Geschichte.

Spielzeugfabrikanten griffen das dankbar auf. Der Überlieferung zufolge brachte der russische Einwanderer Morris Michtom einen von seiner Frau entworfenen Spielzeugbären heraus und erhielt vom Präsidenten die Erlaubnis, diesen als „Teddy’s Bear“ zu vermarkten.

Bei der Herstellung finden hochwertige Materialien wie Mohair-Stoffe, Augen aus Echtglas, Schafwolle, Gelenkscheiben und haltbare Granulate Verwendung, um die Langlebigkeit der Bären zu gewährleisten und die Originalität sicherzustellen. Neben den vielen verschiedenen Bären werden diese Materialien ebenfalls in einer Vitrine vorgestellt, um den Besuchern einen Einblick in die Qualität der Arbeiten zu gewähren. Passend zur Osterzeit hat Frauke Herff auch einige Osterhasen genäht, die an die traditionelle Form der Bären angelehnt sind. Insgesamt sind 30 Exponate in verschiedenen Größen, Farben, Stoffen und mit unterschiedlichen Accessoires ausgestattet, zu sehen.

Die Bären sind bis zum 11. Mai während der gewöhnlichen Öffnungszeiten in der Kundenhalle der Volksbank Raesfeld ausgestellt.

 

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