Kunkler Froschbrunnen wird repariert – Gutachter muss Kosten klären

Nachdem am Wochenende der Raesfelder Froschbrunnen von einem Autofahrer umgefahren wurde, muss jetzt die Gemeinde Raesfelds mittels eines bestellten Gutachter die Kosten für die Aufbau- und Renovierungskosten abklären. „Wir sind bestrebt, den Brunnen so schnell wie möglich wieder herzurichten“, so Bürgermeister Andreas Grotendorst.

Autofahrer rammte Raesfelder Froschbrunnen an der Klümperstraße. Foto_Petra Bosse
Autofahrer rammte Raesfelder Froschbrunnen an der Klümperstraße. Foto_Petra Bosse

Das wird aber gar nicht so einfach sein, denn der Brunnen hat mehr Schaden durch den Unfall erlitten, als wie es auf den ersten Blick zu erkennen ist. „Die Verankerung war mindestens einen halben Meter in der Erde einbetoniert und die Wucht des Aufpralls hat das Ganze regelrecht aus dem Beton gerissen“, so Grotendorst.
Der Froschbrunnen war 1989 ein Geschenk der Raesfelder Volksbank an die Bürger der Gemeinde anlässlich zur 1110 Jahresfeier und wurde offiziell im Sommer 89 an den damaligen Bürgermeister Reinhard Kipp und Gemeindedirektor Udo Rößing übergeben.
Der Künstler Hermann Kunkler schmiedete den aus Bronze und Edelstahl bestehenden Brunnen nach einer Vorlage, die mit einer alten Geschichte aus der Freiheit verknüpft ist. „Vor langer Zeit mussten die Freiheiter Bürger zum Waterdossen. Das bedeutete, immer wenn die Frösche im Schlossteich zu laut quakten und dadurch die Nachtruhe des Fürsten gestört wurde, zogen die ´Waterdosser`aus und schlugen mit Zweigen oder Gegenständen aufs Wasser, bis Ruhe war“, weiß Hermann Burbaum, ehemaliger Vorstand der Volksbank Raesfeld, zu erzählen.
Ein weiterer Kunkler Brunnen steht im Schlossinnenhof vor der Remise Hetkamp. Diesen stiftete gemeinsam die Firma Hetkamp und die Rasfelder Volksbank ebenfalls der Gemeinde anlässlich ihres 125- jährigen Bank-Jubiläums.