Leistungsnachweis aller Wehren in Erle

Die Erler Blauröcke sind nicht nur gut im Stricken – eins rechts, eins links, eine Masche fallen lassen, sondern bestätigten auch ihre guten Leistungen aus den Vorjahren beim Kreisleistungsnachweis am Sonntag auf dem Sportplatz an der Westerlandwehr.

Im Rahmen des 100-jährigen Geburtstages fand der Leistungsnachweis aller Wehren in Erle statt. Nach getaner Arbeit durfte dann auch kräftig gefeiert werden, was sich an diesem Tag niemand zweimal sagen ließ.

Nicht nur die Band „Mainstream“ sorgte an diesem Tag für gute Laune, auch Gastwirt und Präsident des Erler Bürgerschützenvereins Arno Brömmel spendete als Abschluss 50 Liter Bier für alle Blauröcke.

Es ist nicht selbstverständlich“ unterstreicht Johannes Thesing, Kreisbrandmeister Borken, der zum Empfang beim 36. Kreisleistungsnachweis der Feuerwehren auf dem Sportplatz in Erle sprach. Seit sechs Uhr in der Früh sind die Feuerwehrmänner und -Frauen der freiwilligen Feuerwehr Erle mit den Vorbereitungen für diesen Wettbewerb beschäftigt. Einige haben sich extra Urlaub genommen, um sich voll und ganz auf dieses einmalige Ereignis konzentrieren zu können. Als „Firegirls“, wie es auf ihren T-Shirts zu lesen war, traf man die Damen der Erler Feuerwehrmänner im Kuchenzelt, wo sie nicht nur für leckeren Kaffee, sondern auch für gute Laune sorgten. 850 aktive Feuerwehrmänner und -frauen aus dem gesamten Kreisgebiet waren angemeldet, 79 Gruppen sind letztendlich beim Wettbewerb angetreten.

Morgens um 11 Uhr gab es einen Empfang, der auch als Kreis der Führungskräfte bezeichnet wurde. Neben Kreisbrandmeister Johannes Thesing war auch sein Stellvertreter Josef Terbeck, der Bezirksbrandmeister für den Regierungsbezirk Münster Klaus Mönch, Raesfelds Bürgermeister Andreas Grotendorst, erster Beigeordneter der Gemeinde Raesfeld Martin Tesing, Landrat Kai Zwicker, sowie Löschzugführer der freiwilligen Feuerwehr Erle Helmut Demmer und zahlreiche Feuerwehrmänner der Ehrenabteilung anwesend. In den Ansprachen ging es um gute Kooperation auf Landes-, Kreis- und Kommunaler Ebene, sowie hoher Einsatzbereitschaft unter den freiwillig und ehrenamtlich Tätigen, die sich für Sicherheit, Schutz und Rettung stark machen. Große Gefahren nimmt ein Feuerwehrmann auf sich. Qualifizierter Nachwuchs wird dringend benötigt, denn die Bereitschaft, Verantwortung zu tragen, geht stark zurück.

Während der Ansprachen im Clubraum waren auf dem Sportplatz schon die ersten Mannschaften gestartet. Der Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverbandes nach den Richtlinien des Landesfeuerwehrverbandes gibt einen strikten Prüfungsablauf vor. Zunächst wird die Mannschaftsaufstellung „ausgelost“, noch schnell ein Erinnerungsfoto gemacht und danach gehts zu den Kampfbahnen. „Drei Zielfeuer löschen“ ist die Aufgabe, bei „Vornahme von 2 C-Rohren und einem B-Rohr“. Vom Löschfahrzeug aus muss die Rohrleitung mit Verteilern bis zum „Zielfeuer“ gelegt werden. In nicht mehr als 300 Sekunden muss diese Aufgabe geschafft sein, möglichst mit 0 Fehlerpunkten. Teil zwei des Feuerwehrtechnischen Teils ist das Ausführen der Knoten und Stiche. Der „Rettungsknoten“, „Mastwurf gestochen“ und der „Achterknoten“ wurden hier verlangt. Dann gehts zum sportlichen Teil, der Staffellauf mit den Hindernissen „Röhre“, „Wand“ und „Balken“, die in 120 Sekunden genommen werden müssen. Und zuletzt der schriftliche Teil. 30 Fragen werden vorgegeben, die auf die Mannschaft zu je 3 Fragen pro Mann verteilt werden. „Es geht hier hauptsächlich um Zusammenhalt und Mannschaftsstärke. Die jungen Feuerwehrleute lernen sich besser kennen, einschätzen und trainieren spielerisch für den Ernstfall“ berichtet der stellv. Leiter der Feuerwehr Gronau, Herbert Kleine. Die komplette Aufgabenstellung wurde schon vier Wochen vor diesem Termin an die einzelnen Feuerwehren gegeben und trainiert, bzw. gelehrt. Ein 60-köpfiger Schiedsrichterstab sorgt für die korrekte Beurteilung der erbrachten Leistungen.

Nach vollbrachtem Parcours gingen die Mannschaften noch an der Ergebnistafel vorbei und dann zur wohlverdienten Pause. Bei Musik der „Erler Jäger“ zum Frühschoppen und anschließend Partystimmung mit „Mainstream“, kühlen Getränken und jede Menge Sonnenschirmen konnte man es auf dem Sportplatz bei strahlendem Sonnenschein gut aushalten. Hier lernten sich die Feuerwehren über ihre Mannschaftsgrenzen hinaus kennen.

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