Kreis-Mitarbeiterin spendet Stammzellen

Ehrung für Daniela Platzek aus Velen / Hilfe für 37-jährige Leukämiepatientin
Kreis Borken (pd)
. Ein kleiner Piekser im Sommer 2007 in Velen hat den Stein ins Rollen gebracht. Damals ließ sich Daniela Platzek in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eintragen. Drei Jahre später spuckte die Datenbank einen Treffer aus. Und im April hat die heute 21-Jährige Stammzellen gespendet und damit einer Leukämiepatientin wahrscheinlich das Leben gerettet. Für ihr Engagement überreichte Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster der Spenderin jetzt eine Urkunde der DKMS. Daniela Platzek arbeitet als Verwaltungswirtin im Fachbereich Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung. „Ihr Einsatz kann Beispiel für andere sein“, betont Dr. Hörster. „Viele Menschen haben Bedenken, wenn es um Stammzell- oder Organspende geht. Ihre Erfahrungen können helfen, solche Sorgen zu überwinden.“

Insgesamt drei Tage hat Daniela Platzek in einer Klinik in Köln verbracht, den ersten Tag zur Voruntersuchung und dann nach zwei Wochen zwei weitere Tage für die Entnahme. „Man hat sich ganz toll um mich gekümmert“, berichtet sie. Untergebracht war sie jeweils in einem nahe gelegenen Hotel. Vor der Spende musste sie sich fünf Tage lang einen körpereigenen hormonähnlichen Stoff spritzen, der zum Beispiel auch bei fieberhaften Infekten produziert wird. Dieses Medikament stimuliert die Produktion der Stammzellen im Blut. „Dadurch habe ich mich etwas schlapp gefühlt“, beschreibt die junge Velenerin die Nebenwirkungen.
Daniela Platzek weiß, dass ihre Stammzellen an eine 37-jährige Patientin gegangenen sind. „Sie hat die Spende gut vertragen und erholt sich langsam“, berichtet sie. Bei der DKMS kann sie sich regelmäßig nach dem Gesundheitszustand der Patientin erkundigen. Wer sie genau ist, wird sie aber wahrscheinlich nie erfahren, da die Spende ins Ausland gegangen ist.
Weitere Informationen zu Typisierung und Stammzellspende gibt es im Internet unter www.dkms.de.

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