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Kreis Borken und RVM prüfen Wasserstoff

Neue Antriebe für den Busverkehr

Kreis Borken (pd). Wie sieht der Antrieb der Zukunft im Busverkehr aus? Wenn auch der Fuhrpark der RVM Regionalverkehr Münsterland GmbH dank der hohen Umweltstandards EURO V und EURO VI bereits schadstoffarm ist, gilt es, den Ersatz fossiler Brennstoffe voran zu treiben. Wasserstoff bietet hier eine Alternative.

Neben rein elektrischen Antrieben ist der Einsatz von Wasserstoff eine Alternative. Eine Arbeitsgruppe der RVM steht daher mit den Anbietern von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben im engen Austausch, um für die Anforderungen des Verkehrsnetzes im Kreis Borken eine passende Lösung zu finden.

Mit Wasserstoff eine Reichweite von über 400 Kilometern

Eine der Anforderungen sind die langen Distanzen, die die Busse der RVM jeden Tag zurücklegen. Bis zu 500 Kilometer sind da keine Seltenheit. „Innovative Antriebe müssen einige Herausforderungen meistern“, so RVM-Geschäftsführer André Pieperjohanns. „Wir sind daher mit vielen Herstellern im Gespräch.“

In dieser Woche wird ein Wasserstoffbus auf Herz und Nieren getestet. Die Busse tanken 35,8 kg Wasserstoff und verfügen damit über eine Reichweite von rund 350 km. Theoretisch sind laut Hersteller sogar über 400 Kilometer möglich.

Wasserstoff. Keine langen Standzeiten durch Tanken

Dabei dienen die Brennstoffzellen gemeinsam mit den Lithiumbatterien und den Elektromotoren als Basis des Antriebs. Der Bus wird vollelektrisch betrieben. Einerseits wird Wasserstoff in der Brennstoffzelle in Elektrizität umgewandelt, wobei nur Wasserdampf emittiert wird. Andererseits unterstützen Lithiumbatterien bei Bedarf den Antrieb.

Dieser Hybridantrieb und die Rückgewinnung der Bremsenergie begrenzen den Wasserstoffverbrauch auf rund 8 kg/100 km. Eine Betankung dauert maximal 15 Minuten, sodass lange Standzeiten vermieden werden. Die so genannten Traktionsbatterien mit einer Leistung von bis zu 36 kWh können bei Bedarf auch extern geladen werden.

Klimaschutz stärker in den Blickpunkt

Für Kreisverkehrsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow passt das Testfahrzeug in die Strategie des Kreises. „Wasserstoffbusse können in unserem Flächenkreis zu einem wichtigen Bestandteil nachhaltiger Mobilität werden.“ Dafür solle „grüner“ Wasserstoff, also Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde, eingesetzt werden. Für eine Umstellung des Fuhrparks seien alle Vor- und Nachteile auch unter Berücksichtigung der Kosten abzuwägen, schließlich umfasse die Flotte der RVM derzeit 157 Busse, davon allein 15 am Betriebshof Stadtlohn.

Dr. Gerswid Altenhoff-Weber, Leiterin des Fachbereichs Verkehr der Kreisverwaltung, ergänzt: „Spätestens, wenn die Corona-Pandemie überwunden ist, rückt der Klimaschutz im Öffentlichen Personennahverkehr wieder stärker in den Blickpunkt.“ Es sei daher wichtig, dass sich das kommunale Verkehrsunternehmen RVM darauf mit entsprechenden Angeboten einstellt, um die Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn zu bewegen.

Für weitere Informationen zum Busangebot steht die Schlaue Nummer unter der Telefonnummer 0180 6 / 50 40 30 (20 ct/Verbindung aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 60 ct/Verbindung.) zur Verfügung.
Fahrplaninformationen gibt es auch bei der kostenlosen elektronischen Fahrplanauskunft unter 0 800 3 / 50 40 30 oder im Internet unter www.rvm-online.de sowie inder BuBiM-App. Die BuBiM-App steht zum kostenlosen Download im App Store und im Google Play Store bereit.

André Elschenbroich
André Elschenbroich
Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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