Kreis Borken appelliert: auf Wasserentnahmen aus Fließgewässern verzichten!

Ökosystem der heimischen Bäche und Flüsse ist gefährdet

Kreis Borken (pd). Zum Schutz der heimischen Fließgewässer soll im Sommer kein Wasser aus Bächen und Flüssen abgepumpt werden. Darauf weist jetzt der Kreis Borken hin. Derzeit gebe es bereits aufgrund der geringen Niederschläge in den vergangenen Wochen überall nur extremes Niedrigwasser. Die hiesigen Pegelstände zeigen Werte, die im Vergleich erst für Mitte August üblich sind. Kurzfristiger Starkregen wirke sich zudem aufgrund der niedrigen Grundwasserstände und trockenen Böden nicht auf die Flusspegel aus. Durch eine massive Wasserentnahme werde der ökologische Zustand der betroffenen Gewässer mit ihren Fischen, Amphibien und Insekten nicht nur noch weiter gefährdet, sondern könne sogar völlig zerstört werden, erläutert Stefan Pelz vom Fachbereich Natur und Umwelt der Kreisverwaltung. Sein Appell daher: „Durch entsprechende Rücksichtnahme kann jeder dazu beitragen, dass die Gewässer ihren guten ökologischen Wert dauerhaft behalten!“

Die Kreisverwaltung weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass Wasserentnahmen oder -ableitungen aus fließenden wie auch aus stehenden Gewässern grundsätzlich einer vorherigen Erlaubnis bedürfen. Eine solche Erlaubnis stellt laut Pelz die Wasserbehörde des Kreises Borken in aller Regel dann aus, wenn das jeweilige Gewässer die beantragte Entnahmemenge verkraften kann. Das heißt, dass durch den verbleibenden Abfluss im Gewässer der ökologische Zustand jederzeit gewährleistet bleiben muss.

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