Kreis bekämpft Eichenprozessionsspinner

Fachfirma behandelt befallene Bäume an Kreisstraßen / Priorität für Eichen in Ortsnähe

Kreis Borken (pd). Der Kreis Borken geht in den kommenden Wochen gegen den Eichenprozessionsspinner vor. Der Betrieb für Straßen, Gebäudewirtschaft und Grünflächen hat eine Fachfirma aus Issum beauftragt. Sie wird befallene Eichen an Kreisstraßen mit einem Biozid behandeln. Priorität haben Bäume, an denen Menschen durch die giftigen Haare der Raupen gefährdet werden können. Das sind zum Beispiel Eichen in Ortsnähe oder an stark befahrenen Radwegen.

Der Kreis Borken wird Bäume in nahezu allen Kommunen des Kreises behandeln lassen. Ausgenommen sind Borken, Heiden, Raesfeld und Südlohn. Dort gibt es nur wenige Eichen an Kreisstraßen. In Bocholt und Isselburg hatte sich der Kreis bereits an die Maßnahmen der Städte angeschlossen.

Der Kreisbetrieb ist für 470 Kilometer Kreisstraßen zuständig. Den Eichenprozessionsspinner hat er an diesen Strecken bereits in den vergangenen drei Jahren bekämpft. Dabei wurden die befallenen Bäume registriert. Diese Daten sind nun Basis für den erneuten Einsatz.

Die Fachfirma wird die Blätter der betroffenen Bäume mit einem Biozid benetzen. Die Raupen nehmen dort den Wirkstoff auf und sterben nach vier bis sechs Tagen ab. Wichtig für den Erfolg ist der richtige Zeitpunkt. Die Blätter müssen bereits ausgetrieben sein. Der Kreis rechnet damit, dass das auch im Norden des Kreises in den kommenden ein bis zwei Wochen der Fall sein wird. Der Einsatz der Fachfirma wird rund 10.000 Euro kosten.

Der Eichenprozessionsspinner tritt seit einigen Jahren auch in Norddeutschland auf. Seine Raupen kommen hauptsächlich an Eichen vor. Zwischen deren Rückenhaaren verbergen sich kleine Gifthaare, die beim Menschen zu allergischen Reaktionen der Haut und Atemproblemen führen.