Konzert mit Pianisten Oleg Polianski in Schermbeck

Am Sonntag, 24.10.2010, Beginn 11:15 Uhr, findet die nächste Veranstaltung der Kulturstiftung Schermbeck in der ehem. Ref. Kirche in Schermbeck, Burgstr. 5, statt. Ein besonderes Klavierkonzert in Zusammenarbeit mit dem Klasikfestival Ruhr zum Schumann und Chopin-Jahr mit dem russischen Pianisten Oleg Polianski.
Einritt 12,00 € Erwachsene – 8,00 € Jugendliche, Vorverkaufsstellen:
Bürgerbüro im Rathaus, Volksbank, Verbands-Sparkasse, Buchhandlung Hansen und L-Punkt.

Biografie:
Oleg Polianski begann im Alter von sechs Jahren das Klavierspielen und wurde bereits 1975 an der „Lissenko-Musikschule“ für Hochbegabte in seiner Heimatstadt Kiew aufgenommen. Dort besuchte er sowohl die Klavierklassen von Natalia Gridnewa und Natalia Tolpigo als auch – bis zu seinem 15. Lebensjahr – die Violoncelloklasse von Galina Grischenko.  Danach  folgten  fünf  Jahre  am Moskauer Gnessin-Institut bei Prof. Aleksander Aleksandrow, bevor einer der bedeutendsten und berühmtesten Lehrer Rußlands, Prof. Sergej Dorenskij (der damalige Direktor des Moskauer Konservatoriums), von 1991-93 dort seine Ausbildung vervollkommnete. Oleg Polianski lebt heute in Köln, wo er auch im Jahre 2000 sein Konzertexamen in Deutschland an der dortigen Musikhochschule bei Prof. Pavel Gililov abgelegt hat. Er ist Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe, so z.B. 1986 Tokio / Japan (5. Preis), 1988 Montreal / Kanada (3. Preis), 1997 „Internationaler Duowettbewerb für Violine und Klavier in memoriam Christian Ferras und Pierre Barbizet“ in Marseille / Frankreich (1. Preis mit der Geigerin Susanna Gregorian), 1998 „Citta di Cantú“ / Italien (2. Preis), 1999 „World Piano Competition“ in Cincinnati / USA (2. Preis), 2003 „Citta di Cantú“ / Italien (1. Preis) und vor allem beim Internationalen „Tschaikowskij-Wettbewerb“ 1998 in Moskau / Rußland (6. Preis).

Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen sowie Konzertverpflichtungen als Solist, mit Orchester und auch als Kammermusikpartner auf internationalen Bühnen in ganz Europa, Nordamerika und Asien (Japan, Korea) begleiten seine bisherige Karriere.
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Hier nun ein Überblick über seine umfangreiche Konzerttätigkeit, beginnend 1993 nach dem Ende seines Studiums in Moskau und der Umsiedlung nach Köln:

1993 spielte er im März mit dem Symphonieorchester Nowosibirsk unter der Leitung von Semen Kogan das 1. Klavierkonzert (KK) von Pjotr Iljitsch Tschaikowskij. Danach bekam er eine Einladung nach Prag, wo er als Gaststudent der Mozart-Akademie am Prager Musikfestival teilnahm und die beiden Cellisten Boris Pergamenschikow und Antonio Menesis begleitete.

1994 tourte er mit dem Staatlichen Ukrainischen Opern-Symphonieorchester unter der Leitung von Volodimir Kozhuchar durch Deutschland, wobei er die Klavierkonzerte Nr. 1 und 2 von Tschaikowskij spielte.

1995 spielte er im Januar erneut das 1. Klavierkonzert von Tschaikowskij mit dem Ukrainischen Staatlichen Symphonieorchester unter Roman Kofman. Danach ging Oleg Polianski zusammen mit der Violinistin Natasha Korsakowa auf Tournee durch England, inklusive eines Auftritts in der altehrwürdigen Londoner Wigmore Hall am 17. März. Danach machte er Radioaufnahmen in Genf, sowohl als Solist als auch mit der Geigerin Susanna Gregorian. Es folgte ein, in der Zeitschrift „Le Figaro“ sehr gut besprochener Auftritt beim Musikfestival in Biarritz (Frankreich). Am 22. April spielte er im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums das 1. KK von Franz Liszt mit dem Moskauer Symphonieorchester unter Roland Freisitzer. Nachdem er noch eine CD-Einspielung von Alfred Schnittkes 1. Violinsonate mit dem russischen Geiger Nazar Kozhuchar gemacht hatte, tourte er mit verschiedenen Soloprogrammen durch Japan.

1996 spielte er im Februar das 1. KK von Johannes Brahms mit dem Ukrainischen Staatlichen Symphonieorchester unter Allin Vlasenko. Danach gab er mehrere Solorecitals in England und eine Reihe von Kammermusikabenden in Deutschland zusammen mit dem Geiger Dmitrij Sitkovetski. Es folgten ausgedehnte Tourneen durch Japan, sowohl mit Solo-, als auch mit Kammerkonzerten, bei denen er bekannte russische Künstlerkollegen begleitete, z.B. die Sängerin Natalia Yerasova oder auch den Cellisten Kirill Rodin.

1997 nahm Oleg Polianski am „Castelo Branco Musikfestival“ in Portugal als Solist und auch als Begleiter der Sängerin Olga Dyachkovskaya teil. Des weiteren nahm er für den WDR eine Sonate von Nicolai Medtner zusammen mit der Geigerin Natasha Korsakowa auf. Im Oktober gewann er gemeinsam mit Susanna Gregorian den 1. Preis beim „Internationalen Duowettbewerb für Violine und Klavier in memoriam Christian Ferras und Pierre Barbizet“ in Marseille (Frankreich).

1998 spielte er mit dem Symphonieorchester Tatarstan in Kasan (Rußland) unter der Leitung von Imant Kozinsh das 1. KK von Brahms. Nach den Erfolgen bei den Wettbewerben in Cantú und Moskau (Tschaikowskij-Wettbewerb) trat er mit Susanna Gregorian bei verschiedenen Festivals in Frankreich auf, so z.B. beim „Festival des Jeunes Interprètes“ in Antibes (Frankreich) und auch in Italien beim „Gubbio Musikfestival“. Danach zog es ihn wieder einmal nach Japan, wo er Kammermusikabende mit Natalia Yerasova, Susanna Gregorian und Kirill Rodin gab.

1999 gewann er den 2. Preis beim „World Piano Competition“ in Cincinnati, Ohio (USA). Im August wurde er als Solist und Dozent eines Meisterkurses zum „Great Waterbury Music Festival“ in Connecticut (USA) eingeladen. Im September und Oktober gastierte er wie jedes Jahr in Japan, wo er neben Soloabenden auch Kirill Rodin (Cello), Dmitri Kotenok (Oboe) und Peter Gluboky (Bariton) begleitete.

2000 wurde Oleg Polianski erneut als Solist und Dozent zum „Great Waterbury Music Festival“ in Connecticut und nach Cincinnati in die USA eingeladen. Im April spielte er bei den „Fétes Musical“ in Biarritz (Frankreich) zusammen mit dem finnischen Pianisten und Preisträger des diesjährigen „Géza Anda Wettbewerbs“ Henri Sigfridsson Duoabende an zwei Klavieren. Im September ging es wieder auf Tournee durch ganz Japan. Zum Wintersemester 2000/01 erhielt er eine Dozentur für Korrepetiton an der Musikhochschule Nürnberg. Im November spielte in seiner Heimatstadt Kiew mit dem dortigen Philharmonischen Orchester das 2. KK von Sergej Prokofjew und legte kurz danach noch sein Konzertexamen in Deutschland an der Musikhochschule in Köln bei Prof. Pavel Gililov ab.

2001 folgte er im Januar einer erneuten Einladung als Dozent eines Meisterkurses, als Solist und Begleiter von Egor Dyachkov (Violoncello) nach Connecticut (USA). Danach widmete er sich ausgiebig der Kammermusik mit den Geigerinnen Sayaka Shoji und Ina Dimitrowa, sowie in zahlreichen Konzerten mit seinem Klavierduopartner Henri Sigfridsson in Deutschland. Im Mai erfolgte die Gründung des „Kiewer Klaviertrio“ zusammen mit dem Geiger Anatolij Bashenow und dem Cellisten Iwan Kutscher im Rahmen eines Galakonzerts in der Kiewer Philharmonie. Im Juni gab er sein erstes Gastspiel in Finnland, worauf im Juli / August Solo- und Kammermusikabende u.a. mit dem bekannten russischen Cellisten Aleksander Knyazev in den USA anstanden. Im gesamten September tourte Oleg Polianski wieder durch Japan. Im November spielte er beide Klavierkonzerte von Liszt in Kiew mit dem Ukrainischen Philharmonischen Orchester unter Nikolaj Dyadura als Einspringer innerhalb von drei Tagen (!) und kurz darauf eine ganze Reihe von Solorecitals und Kammermusikabenden in Miami (USA). Zum Abschluß des Jahres gab er noch das d-moll KK von Johann Sebastian Bach im Kleinen Saal des Moskauer Tschaikowskij-Konservatoriums.

2002 erfolgte im Januar wieder ein Gastspiel in Connecticut (USA) diesmal mit der Geigerin Bin Huang. Danach gab er vier Klavierabende im Rahmen der Konzertreihe „Best of NRW“ in Bonn, Münster, Witten und mit einem hervorragend besprochenen und vom WDR live mitgeschnittenen Recital in Siegen. Kurz danach gab es noch einen furiosen Auftritt beim Festival „The Next Generation“ in Dortmund nebst weiteren Klavierabenden in Süddeutschland. Im Sommer folgte eine ganze Reihe von Konzerten mit Orchester im Rahmen des „Europäischen Klassik Festival Ruhr“: Mit den Budapest Strings spielte er mehrfach das d-moll Konzert von J. S. Bach und das 1. KK von Dmitri Schostakowitsch sowie das Konzert Nr. 5 von Ludwig van Beethoven mit der Sinfonietta Hungarica unter Nissim Frank. Daraufhin gab er mehrere von der Klavierfirma KAWAI initiierte Klavierabende und absolvierte einen enthusiastisch besprochenen Auftritt beim mitteldeutschen Festival der „Sommerclassics“. Der komplette September war wieder einer Tournee durch Japan mit Auftritten in der berühmten „Suntory-Hall“ auch mit Kammermusik mit den Partnern Sergej Galaktionov (Geige), Kirill Rodin (Cello) und Peter Gluboky (Bariton) vorbehalten.

2003 beginnt mit einem Konzert in der Botschaft der Russischen Föderation. Die erste Jahreshälfte steht ansonsten ganz im Zeichen des 50. Todestages von Sergej Prokofjew († 05. März 1953). Oleg Polianski spielt eine Vielzahl von Konzerten mit einem Querschnitt durch Prokofjews Klaviersonatenwerk und weiteren zeitgenössischen Kompositionen von Rachmaninow und Debussy in Deutschland, der Ukraine (Kiew) und den USA (Florida). Ende Mai / Anfang Juni gewinnt er nach extrem kurzer Vorbereitung überraschend den 1. Preis beim Wettbewerb „Citta di Cantú“ in Italien mit dem 2. KK von Prokofjew, das er im Rahmen des Preisträgerkonzerts in der berühmten „Sala Verdi“ in Mailand mit großem Erfolg präsentiert. Der Sommer steht ganz im Zeichen der Vorbereitung für die im September anstehende Japan-Tournee, unterbrochen von zwei umjubelten Klavierabenden an ungewöhnlichen Spielorten: zum einen in der Porzellanmanufaktur in Meißen und zum anderen 1.012 Meter unter der Erde in einem Kohlebergwerk in Haltern i.W. im Rahmen des „Europäischen Klassik Festival Ruhr“ (im Guinessbuch der Rekorde als tiefstes Konzert aller Zeiten verzeichnet!). Für Oktober bis Dezember standen wiederum zyklische Aufführungen aller neuen Klaviersonaten von Prokofjew in Deutschland und den USA an.

2004 gab es im Januar und Februar insgesamt neun Aufführungen des Klavierkonzerts von Antonín Dvořák (zu Ehren seines 100. Todestages) mit der Jungen Philharmonie Köln unter Volker Hartung in den größten und schönsten Sälen Deutschlands und seiner Nachbarländer (Münchener Gasteig, Hamburger Musikhalle, Liederhalle Stuttgart, Kölner Philharmonie, Tonhalle Düsseldorf, Palais des Beaux Arts in Brüssel, Luxemburg…). Im März spielte Oleg Polianski dann neben mehreren Recitals das 2. KK von Rachmaninow im Rahmen des internationalen Musikfestivals in Tschernigow (Ukraine) mit dem dortigen Symphonieorchester unter Mykola Sukach und gab noch ein Gastspiel in Cincinnati (USA). Im Frühjahr folgten noch mehrere Konzerte mit dem Solocellisten des RSO-Frankfurt Laszlo Fenyö und ein sehr erfolgreiches Recital in Como (Italien). Den Sommer verbrachte er im Rahmen einer ausgedehnten Tournee in Frankreich, wo er als Solist mit Kammerorchester die Klavierkonzerte d-moll und f-moll von J.S. Bach und Wolfgang Amadeus Mozarts KV 449 spielte. Im September widmete er sich auf Einladung des „Europäischen Klassik-Festival Ruhr“ wieder zusammen mit László Fenyö der Kammermusik und nahm im darauffolgenden Monat die große Klaviersonate von Tschaikowskij für den WDR auf.

2005 beginnt mit einem Neujahrskonzert in Florida (USA), gefolgt von einigen Soloabenden im Ruhrgebiet sowie in Como (Italien). Im Februar geht es dann wie im Jahr zuvor auf Tournee mit der Jungen Philharmonie Köln unter Volker Hartung (Deutschland, Schweiz, Luxemburg…), diesmal mit dem 1. KK von Tschaikowskij. Im März folgen mehrere Konzerte mit dem ukrainischen Philharmonischen Orchester Tschernigow unter Mykola Sukach (J. S. Bach – KK f-moll sowie das Konzert für vier Klaviere a-moll und das 1. KK von Schostakowitsch) beim dortigen internationalen Musikfestival als auch im „Säulensaal“ der Ukrainischen Nationalphilharmonie in Kiew. Weitere Aufführungen dieses Programms mit dem selben Dirigenten folgen dann im April in Deutschland (Marl).